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22.02.2017

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Anregungen und Hinweise zu den Seiten der Jägerschaft Land Hadeln/Cuxhaven e.V. richten Sie bitte an email


Landesjagdbericht 2015/2016

 

Vielfältige Informationen, Hintergrundmaterial sowie verschiedene Schwerpunktthemen aus den Bereichen Jagd und Natur
 
 

Schalenwildarten und Neozoen nehmen stetig zu

Bestände von Niederwildarten bereiten weiter Sorge – Landwirtschaftsministerium und Landesjägerschaft stellen Jagdbericht vor

HANNOVER. Die Bestände bei Niederwildarten wie Fasan und Rebhuhn geben in Niedersachsen weiterhin Anlass zur Sorge. Gleichzeitig nehmen Schalenwildarten wie das Reh-, Rot- und Schwarzwild sowie die eingewanderten Arten Nutria und Waschbär weiter zu und werden daher verstärkt bejagt. Dies sind einige der Schwerpunktthemen im Landesjagdbericht 2015/2016, der gemeinsam vom Landwirtschaftsministerium und der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) vorgestellt wird. Auch der 14. Landesjagdbericht gibt detailliert Auskunft über die regional aufgeschlüsselte Entwicklung der einzelnen Jagdstrecken.

Regional vorkommende hohe Bestände von Schalenwild können in den Wäldern zum Verbiss der aufwachsenden Bäume und zum sogenannten „Schälen“ der Rinde führen. Das kann auch ältere Bäume schädigen. „Um die Schäden in unseren Forsten in Grenzen zu halten, müssen wir das Schalenwild intensiv bejagen. Dies ist auch deshalb wichtig, damit wir die großen Anstrengungen in den Forstämtern für den naturnahen Waldumbau mit artenreichen Mischwäldern nicht gefährden“, sagt Landwirtschaftsminister Christian Meyer.

Dass eine intensive Bejagung erfolgt, belegen die Gesamtzahlen der erlegten Tiere, die sogenannte jährliche Jagdstrecke: Beim Rotwild hat sie sich von 7.600 auf einen neuen Höchstwert von jetzt 8.400 und damit um elf Prozent erhöht. In den vergangenen 60 Jahren hat sich die Rotwildstrecke damit nahezu verdreifacht. Die Jagdstrecke bei den Wildschweinen stieg von etwa 42.000 Stück im Vorjahr auf jetzt rund 45.000 erlegte Tiere. Auch beim Reh- und Damwild ist die Jagdstrecke im Vergleich zum Vorjahr angewachsen: Auf 128.765 Rehe, was einer Steigerung um etwa fünf Prozent entspricht, und auf 12.717 Stücke Damwild, was einen leichten Anstieg zum Vorjahr widerspiegelt. Beim Muffelwild ging die Jagdstrecke im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwas zurück – und zwar auf 412.

Demgegenüber hat die Intensivierung der Landwirtschaft den Lebensraum für viele Niederwildarten zunehmend verschlechtert, insbesondere beim Fasan und beim Rebhuhn. Sie sind angewiesen auf eine reich strukturierte Landschaft mit Feldrainen oder Brachflächen. Während in den 1960er- und 1970er-Jahren beim Rebhuhn jährliche Jagdstrecken von 60.000 Tieren keine Seltenheit waren, verzichten die Jäger jetzt weitgehend auf die Bejagung des Rebhuhns.
„Wir haben in den vergangenen Jahren mit erheblichen Forschungsmitteln, finanziert aus der Jagdabgabe des Landes Niedersachsen, den Rückgang dieser Arten untersuchen lassen, um Ursachenforschung zu betreiben und Lösungsansätze zu finden. Klar ist, neben intensiver Bejagung der Beutegreifer sind auch lebensraumverbessernde Maßnahmen wie etwa Blühstreifen oder Rand- und Saumstrukturen wichtig“, sagte LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke.

Ein anderes Schwerpunktthema des aktuellen Landesjagdberichtes sind die die sogenannten Neozoen, also eingewanderte Tierarten wie Waschbären, Nutria oder Marderhunde, die sich stark vermehren und einheimische Tierarten teilweise verdrängen. Die starke Verbreitung der Nutria, einer aus Südamerika eingeschleppten Nagetierart, führt niedersachsenweit zu vermehrten Schäden an Bachläufen, Dämmen und Deichen. Die Bestandsreduzierung durch Abschuss ist daher zu intensivieren. Die Jagdstrecke bei Nutria hat sich von jährlich zuletzt 7.600 auf jetzt rund 10.400 Tiere und damit um 37 Prozent erhöht, beim Marderhund von etwa 2.400 auf jetzt 2.800 Tiere. Die in den 1980er-Jahren eingewanderten Marderhunde haben ihren Verbreitungsschwerpunkt insbesondere im Nordosten des Landes.


Die umfangreiche Wildtiererfassung der Landesjägerschaft Niedersachsen feiert jetzt ihr 25-jähriges Jubiläum. Sie basiert auf den Daten von mehr als 80 Prozent der landesweiten Jagdreviere und wird wissenschaftlich durch das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Tierärztlichen Hochschule Hannover durchgeführt und ausgewertet. Dieses niedersächsische Erfolgsmodell liefert unter anderem auch viele Zahlen, Daten und Fakten für den alljährlichen Landesjagdbericht.

 

 

Passionswerber geehrt: Preise für "Gemeinsam Jagd erleben 2016" verliehen

 

Anlässlich der Messe "Jagd&Hund" wurden heute in Dortmund die Preise für die Gewinner der Aktion "Gemeinsam Jagd erleben" (#jaeben16) vergeben. Da die Kampagne mühelos an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen konnte, wird sie als #jaeben17 fortgesetzt.

(Berlin, 02. Februar 2017) Der Deutsche Jagdverband (DJV) und die dlv-Jagdmedien haben heute die Gewinner der Aktion „Gemeinsam Jagd erleben 2016“ auf der Messe „Jagd & Hund“ in Dortmund geehrt. Die aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Teilnehmer konnten sich über hochwertige Preise freuen. Sie hatten im Rahmen der Aktion einen Erlebnisbericht mit Foto zum Wettbewerb eingereicht. „Gemeinsam Jagd erleben“ ist eine im Jahr 2015 gestartete Initiative von DJV und dlv-Jagdmedien. Sie hat zum Ziel, den offenen Dialog zwischen Jagd und Gesellschaft zu fördern und Vorurteile über die Jagd abzubauen. „Kern der Aktion ist das gemeinsame Jagderlebnis und der Austausch darüber. Das ist die Grundlage für Verständnis. Da wollen wir hin", sagt DJV-Vizepräsident Dr. Hermann Hallermann, der selbst Jagdgäste mit zum Ansitz nimmt. Danach wisse der Gast zumindest, weshalb Jagd notwendig sei, wie sie erfolge und welche Verantwortung Jägerinnen und Jäger übernähmen. „Einen Preis hätten übrigens alle Einsendungen verdient“, so Dr. Hallermann.

 

Den Hauptpreis für Jäger, eine mobile Jagdkanzel von Udo Röck, gewann Wolfgang Rohrmann aus Niedersachsen, der gemeinsam mit anderen Hegering-Mitgliedern einer Kindergarten-Gruppe den heimischen Wald und seine Tierarten näher gebracht hat. "Die Öffentlichkeitsarbeit liegt mir schon immer sehr am Herzen. Dass ich dafür noch mal einen Preis gewinnen würde, hätte ich aber nie gedacht", zeigt sich das langjährige Mitglied in der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) gerührt. Bei den Jagdgästen fiel das Losglück auf Joanna Hinrichs, die an einer Ansitzjagd in Nordfriesland teilgenommen und davon berichtet hatte. Sie darf ein Wellness-Wochenende im 4-Sterne-Hotel Jakobsberg im Mittelrheintal genießen. "Für mich war die erste Ansitzjagd ein tolles Erlebnis, bei dem ich viel über die Jagd gelernt habe, besonders auch, wieviel Erfurcht meine Jagdfreundin auch nach 20 Jahren Jagdschein noch vor den Wildtieren hat."

 

In der Kategorie Publikumspreis wurden die Preise über die meisten Facebook-Likes vergeben. Bei den Geschichten, die die Jagdgäste geschrieben hatten, stimmten die meisten Leser für Lisa Eisoldt, die ihre Drückjagd-Premiere beschrieben hatte. Der zweite Preis fiel auf Lara Heeß' Ansitzgeschichte. Die erfolgreichste Jäger-Geschichte lieferte Natalie Bernhard aus Baden-Württemberg, die im Landlive-Forum den angehenden Jungjäger Jan unter ihre Fittiche genommen hatte. Deshalb jagt Natalie künftig mit einer neuen Merkel Helix. "Ich kann nur jeden ermutigen bei der Aktion mitzumachen", so Natalie. Der zweite Platz ging an Silke Byl aus Brandenburg. Sie hatte zur Zeit der Wiesenmahd Kinder zur Kitzrettung mitgenommen und darf sich jetzt über eine Wildkamera von Minox freuen.

 

Der DJV und die dlv-Jagdmedien bedanken sich bei allen Teilnehmern und den Sponsoren Udo Röck, Merkel, Minox und dem 4-Sterne Hotel Jakobsberg im Rheintal. Die Aktion wird 2017 (#jaeben17) fortgesetzt.

 

Mehr Informationen:

www.jaeben.jagderleben.de
https://www.facebook.com/jaeben.jagd.erleben/
 

Glückliche Gewinner und Sponsoren der Aktion "Gemeinsam Jagd erleben" auf der Messe Jagd & Hund in Dortmund.
Quelle: Weber/DJV

Pressemeldung des DJV

Jäger stellen Strafanzeige gegen Tierrechtler

 

PETA beschäftigt mit falschen Verdächtigungen regelmäßig die Staatsanwaltschaften

 

(Berlin, 06. Februar 2017) Die Tierrechtsorganisation PETA hat nach eigenem Bekunden im Jahr 2016 bundesweit mindestens 16 Strafanzeigen gegen ordnungsgemäß durchgeführte Jagden gestellt. Die haltlose Begründung: Es läge kein vernünftiger Grund für die Jagd vor. In der Vergangenheit hatten die Staatsanwaltschaften ähnliche Ermittlungsverfahren immer wieder eingestellt. Zu einer Anklage oder gar einer Verurteilung ist es nach Informationen des Deutschen Jagdverbandes (DJV) nie gekommen.

 

"Dieser reine PR-Gag von PETA beschäftigt regelmäßig und grundlos die Behörden. Die PETA-Anzeigen haben nur einen Zweck: Die legale Jagd und die Beteiligten in ein schlechtes Licht zu rücken", sagte DJV-Präsidiumsmitglied Ralph Müller-Schallenberg. Der DJV protestiert gegen diese Effekthascherei und hat heute Strafanzeige gegen die selbst ernannten Tierrechtler gestellt, unter anderem wegen falscher Verdächtigung.

 

Jäger übernähmen in Deutschland wichtige, teils staatliche Aufgaben, so Müller-Schallenberg. Dazu gehörten die Prävention von Seuchen und Wildschäden, Artenschutz sowie der aktive Tierschutz, so Müller-Schallenberg. Der DJV rät Jägern, bei PETA-Anzeigen sich mit allen rechtlichen Mitteln zu wehren. Betroffene könnten wegen Straftaten wie Verleumdung ebenfalls Anzeige erstatten und auf Unterlassung klagen. Sie sollten außerdem den Dachverband informieren.

 

Immer wieder bemühen angebliche Tierrechtler von PETA die Floskel "die Natur regelt sich selbst", um gegen die legale und notwendige Jagd Stimmung zu machen. "Es gibt keine Bauernhof-Idylle, wo Menschen und Tiere, egal ob Fleisch- oder Pflanzenfresser, friedlich nebeneinander leben", so Müller-Schallenberg.  Die Selbstregulierungsmechanismen der Natur sind in erster Linie Tierseuchen, die mit großem Leid für die Tiere verbunden sind. Aus reinem Selbstschutz hat der Mensch laut DJV beispielsweise die Füchse erfolgreich gegen Tollwut geimpft und so in den Naturhaushalt eingegriffen. Die Folge: Weil das Regulativ fehlt, hat sich der Fuchsbestand seit den 1980er Jahren in  Deutschland etwa verdreifacht. Zum Nachteil der Beutetiere, zu denen viele seltene Vogelarten gehören. Steigende Fuchsbestände führen darüber hinaus zu einem erhöhten Ansteckungsrisiko durch Räude (Parasiten) und Staupe (Virus). Beide können auf Haustiere übertragen werden und sorgen für einen qualvollen Tod. Die Bejagung von Füchsen ist demnach aktiver Tier- und Artenschutz.

 

PETA macht immer wieder mit fragwürdigen Aktionen auf sich aufmerksam. Ein juristisches Gutachten, das dem DJV vorliegt, kommt zu dem Schluss, dass eine Reihe von Punkten dafür spräche, dass die Geschäftsführung von PETA Deutschland das Gemeinützigkeitsprivileg verletze und Mittel satzungswidrig verwende. Führende Persönlichkeiten dieser Organisation seien bereits wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Sie behaupteten unter anderem, der militante Kampf für Tiere sei ein Eintreten für Gerechtigkeit; ein Leben habe immer mehr Wert als eine aufgebrochene Tür oder ein in Brand gesteckter Fleischlaster.

 

Auch in den USA, dem Gründungsland, steht PETA ebenfalls in der Kritik. Die Behörde für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Bundesstaates Virginia hat Zahlen zum dortigen Tierheim der Tierrechtler veröffentlicht. Demnach werden jährlich bis zu 97 Prozent der aufgenommenen Haustiere getötet. Seit 1998 sollen bereits über 34.000 Haustiere getötet worden sein.

 
 
Der DJV rät Jägern sich bei Verleumdungen mit allen rechtlichen Mitteln zu wehren.
Foto: DJV

 

 

Drittklässler der Grundschule Wingst ziehen die Gewinner des diesjährigen Preisrätsels der Jägerschaft Land Hadeln / Cuxhaven

 

dm/dez.2016    Neun Hegeringe und die AG „Junge Jäger“ der Jägerschaft Land Hadeln / Cuxhaven haben auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Aktionen im Rahmen der Initiative „Lernort Natur“ durchgeführt. So waren dies Besuche in Schulen und Schulklassen, Unterrichtsgänge mit Jägern ins Revier, Aktionen im Waldmuseum Wingst, Ferienpassaktionen der Gemeinden und Angebote zum „Natur erleben“ bei dörflichen Veranstaltungen.

 

Die Jägerschaft möchte bei Kindern das Naturverständnis mit realen Begegnungen wecken und ausbauen, denn aktiver Naturschutz durch die Erwachsenen von morgen setzt ein Verstehen natürlicher Beziehungen und Abläufe voraus. Den Grundstein dafür zu legen, sieht die Jägerschaft als eine wichtige Aufgabe an.

 

Das Preisrätsel gibt es schon seit 25 Jahren und hat ebenso wie die Aktionen nichts an Zuspruch verloren. Insgesamt haben in diesem Jahr 310 Kinder am Preisrätsel teilgenommen und es gab wieder schöne Preise zu gewinnen, wie z. B. Ferngläser, Bestimmungsbücher, Spiele, Taschenlampen, Schulutensilien und Rucksäcke .

 

Am 2. Dezember hatten sich der Vorsitzende der Jägerschaft Land Hadeln / Cuxhaven, Gerhard Klotz, der Schatzmeister Wilfried Weinert und der Kreisjägermeister Ahrend Müller in der Grundschule Wingst eingefunden, um zusammen mit den Kindern der Klasse 3a, der Klassenlehrerin Frau Naroska und der Schulleiterin Frau Cordes in der adventlich geschmückten Pausenhalle die vierzig Gewinner des diesjährigen Preisrätsels zu ermitteln.

 

Begeistert gingen die sechzehn Schülerinnen und Schüler ans Werk und erhielten schließlich als Dankeschön jeweils ein Malbuch und eine kleine Nikolausüberraschungstüte.

 

Donnernden Applaus gab es, als Frau Cordes aus dem großen Topf den Lösungsabschnitt ihrer Schule zog. Der Preis waren drei tolle Nistkästen, mit denen nun die bereits begonnene Nisthilfeaktion auf dem Schulgelände fortgesetzt werden kann.

 

Glücklicher Gewinner des ersten Preises ist Fabian Umlauf aus Steinau. Er hat ein Fernglas gewonnen. Den zweiten Preis, ebenfalls ein Fernglas, erhält Wendy Eberhard aus Mittelstenahe. Über den dritten Preis, eine Wolldecke mit einem tollen Tigermotiv, kann sich Alice Sophie Menzel aus Otterndorf freuen.

 

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Geflügelpest: Was Jäger wissen müssen

 

In vielen Teilen Deutschlands ist das Geflügelpest-Virus H5N8 bei verendeten Wildvögeln nachgewiesen worden. Zur Verhinderung der Einschleppung des Virus in Geflügelbestände sollten im Anschluss von Wasserfederwildjagden grundsätzlich keine Geflügelbetriebe aufgesucht werden bzw. die entsprechenden Hygienevorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Jäger unterstützen in Seuchenfällen bundesweit die Veterinärbehörden. Im DJV-Interview gibt das Friedrich-Loeffler-Institut wichtige Hinweise, wie Monitoring oder Probenahme korrekt durchzuführen sind. 

 

(Berlin, 24. November 2016)

DJV: Was sollten Jäger tun, wenn sie verendetes Wasserwild auffinden?

FLI: Menschen sollten tot aufgefundene Vögel nicht anfassen. Sie sollten den Fund der örtlichen Veterinärbehörde melden. Es liegt im Ermessen der zuständigen Behörden (in der Regel Landkreise und kreisfreie Städte), ob sie die Jägerschaft dazu auffordern, sie beim Sammeln toter Wildvögel zu unterstützen.

Wenn Wild eingesammelt werden soll, was ist zu beachten?

Im Ernstfall gibt die zuständige Veterinärbehörde klare Regeln vor, an die sich Jäger halten sollten. Grundsätzlich gilt: Kadaver sollten nur mit Handschuhen angefasst werden, etwa mit Einmalhandschuhen aus Nitril. Der Vogelkörper sollte in einen Müllbeutel überführt und dieser anschließend verschlossen werden. Ein Tyvek-Einmalschutzanzug dient bei Sammelaktionen dazu, vor einer Kontamination der Kleidung zu schützen und das Risiko einer Verschleppung des Erregers zu mindern.

 

Wie sollte zum Einsammeln genutzte Kleidung gesäubert werden?

Kontaminierte Kleidung sollte bei mindestens 60°C gewaschen und Gerätschaften sowie gebrauchte Schutzanzüge sollten z.B. mit Peressigsäure oder einem anderen geeigneten Desinfektionsmittel (www.desinfektion-dvg.de/index.php?id=1800) mit ausreichender Einwirkzeit behandelt werden. Einmal-Atemschutzmasken sind nach Gebrauch in einem Müllbeutel zu entsorgen. Das beim Bergen der Vögel getragene Schuhwerk ist zu reinigen und zu desinfizieren, bevor der Ort verlassen wird, an dem die Kadaver gesammelt wurden, um eine Verschleppung des Erregers zu vermeiden.

 

Besteht für Jäger, die Geflügel halten, ein besonderes Risiko?

Ja, in diesem Fall besteht ein großes Einschleppungsrisiko. Daher sollten insbesondere Geflügel haltende Jäger den Kontakt zu toten Vögeln meiden und sie nicht verbringen. Vor Betreten von Geflügelhaltungen müssen unbedingt die Biosicherheitsvorkehrungen beachtet werden, insbesondere das Anlegen von bestandseigener Schutzkleidung und ein Schuhwechsel. Die aktuellen Hinweise der DVG für Tierhalter sollten hierbei beachtet werden: www.desinfektion-dvg.de/index.php?id=2119

 

Wie können Jäger die örtlichen Behörden beim Monitoring unterstützen?

Jäger können die Behörden unterstützen, indem sie dem Veterinäramt Totfunde von Vögeln melden. Soweit die zuständige Veterinärbehörde es anordnet, kann die Entnahme von Tupferproben aus Rachen und Kloake (kombinierter Tupfer) von geschossenen Wasservögeln das aktive Monitoring (Untersuchung von gesunden oder gesund erlegten Vögeln) unterstützen. Die Proben sollten flüssigkeitsdicht und gekennzeichnet (Name des Einsenders, Datum und Fundort) an das Veterinäramt geschickt werden.

 

Weitere Informationen:

Aktuelle Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Institutes (Stand: 18. November 2016): http://bit.ly/2fR83Ph

DJV-Pressemeldung

Neue Monitoring-Regelung für Schweinepest


Die für Haus- und Wildschweine tödliche Afrikanische Schweinepest (ASP) wandert in Polen westwärts. Das
Bundeslandwirtschaftsministerium fordert Jäger zur Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern auf.


(Berlin, 17. November 2016) Ab sofort gilt die neue „Schweinepest-Monitoring-Verordnung" des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Diese regelt Abläufe und Zusammenarbeit zwischen Jägern, Landwirten, Veterinären und Behörden im Monitoring der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowie der klassischen Schweinepest (KSP). Sie verpflichtet Jäger (§2 Duldungs- und Mitwirkungspflichten) zur Kooperation mit den örtlichen Veterinärämtern. "Jäger haben eine große Verantwortung, wenn es um die Prävention und Bekämpfung von Tierseuchen bei Wildtieren geht
und verfügen aufgrund ihrer Ausbildung über die notwendigen Kenntnisse", sagt Dr. Wolfgang Bethe, Veterinär und Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV). "Wir arbeiten bundesweit flächendeckend eng mit den Veterinärbehörden zusammen."


Demnach sind Jagdausübungsberechtige "nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde" aufgerufen, Proben zu entnehmen - und zwar bei verendet aufgefundenen und erlegten Wildschweinen mit erkennbaren krankhaften Auffälligkeiten. Diese sollen mit Angabe zu Erlegungs- oder Fundort und den festgestellten Auffälligkeiten der zuständigen
Behörden zugeleitet werden. Im Rahmen des jeweiligen Monitorings können das Tupfer-, Blut- oder Organproben sein.

 

Die aktuelle "Verordnung zur Durchführung eines Monitorings auf das Virus der Klassischen und der Afrikanischen Schweinepest bei Wildund Hausschweinen (Schweinepest-Monitoring-Verordnung – SchwPestMonV) vom 9. November 2016" wurde am 16. November im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 53 auf der Seite 2518 veröffentlicht.

 

Eine aktuelle Übersicht über gemeldete Fälle von ASP in Osteuropa
finden Sie hier.


Was ist Schweinepest?


PDF Schweinepest-Monitoring-Verordnung

Änderung des Bundesjagdgesetzes tritt in Kraft

 

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt: Einsatz von halbautomatischen Langwaffen wieder erlaubt.

 

(Berlin, 08. November 2016). Die Änderung des Bundesjagdgesetzes zur Verwendung von halbautomatischen Langwaffen mit wechselbarem Magazin wird am 9. November 2016 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt am 10. November 2016 in Kraft. Der neue § 19 Absatz 1 Nr. 2 Buchstabe c lautet: „Verboten ist, mit halbautomatischen Langwaffen, die mit insgesamt mehr als drei Patronen geladen sind, sowie mit automatischen Waffen auf Wild zu schießen“.

 

Die Änderung war notwendig geworden, nachdem das Bundesverwaltungsgericht in zwei Urteilen vom 7. März 2016 die Verwendung von halbautomatischen Waffen mit austauschbarem Magazin bei der Jagd für unzulässig erklärt hatte. Das Urteil hatte für erhebliche Verunsicherung bei Jägern und Waffenbehörden gesorgt. Der Gesetzgeber hat zügig reagiert und stellt jetzt wieder Rechtssicherheit für Besitzer von halbautomatischen Langwaffen mit Wechselmagazin her.

 

Die Allianz der im Forum Waffenrecht zusammengeschlossenen Verbände von Bund der Militär- und Polizeischützen (BdMP), Bund Deutscher Sportschützen (BDS), Deutscher Jagdverband (DJV), Deutsche Schießsport Union (DSU), Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM) und Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) sowie der Deutsche Schützenbund (DSB) begrüßen die Regelung ausdrücklich.

 

Dreizehn frischgebackene Jungjäger-/rinnen in unserer Jägerschaft 

 

Cuxhaven, 25.04.2016

 

Die praktische Jägerprüfung unserer Aspiranten fand in der vergangenen Woche, wie schon in den Vorjahren, zusammen mit den Prüflingen aus Bremerhaven und Wesermünde statt.

 

 

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v.l.n.r.h.:Wolfgang Ahrens, Kevin Griemsmann, Aron Sommer, Hans Osterndorf, Sabina Creutzfeldt, Lucas Pape, Max Dammann

v.l.n.r.v.: Silke Plath, Tanja Wendland, Stephanie Wülbern, Monika Dobbertin, Kai-Iven Uhlemann, Doris Pfanne

 

Von den 16 Prüflingen aus Land Hadeln/Cuxhaven haben 13 bestanden. Hierfür bekamen sie auch wohlverdientes Lob und Anerkennung während der Freisprechung am 21.04.16 vom Kreisjägermeister, Ahrend Müller, und dem Vorsitzenden der Jägerschaft Land Hadeln / Cuxhaven e.V. Gerhard Klotz. Lehrgangsbeste war Frau Sabina Creutzfeldt mit einer Gesamtnote von 1,8.

 

Gültig für Cuxhaven und Umzu !!!

 

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Pressemitteilung des DJV

 

2016 ist Jahr des Rebhuhns

DJV forciert Fokus auf Offenlandarten

(Berlin, 22. Dezember 2015) Im Jahr 2016 steht für den Deutschen Jagdverband das Rebhuhn (Perdix perdix) im Mittelpunkt. Damit wählen die Jäger eine weitere Niederwildart, um auf die extrem kritische Lage für Vogelarten in der Agrarlandschaft aufmerksam zu machen. Laut einer Datensammlung des European Bird Census Council ist der Bestand des Rebhuhns europaweit seit 1980 um 94 Prozent zurückgegangen. Das macht den Hühnervogel zum traurigen Rekordhalter und zum Schutzobjekt Nummer Eins der Jäger in ihren Revieren. Grund für den Rückgang sehen Forscher vor allem im Lebensraumverlust, da das Rebhuhn extensiv genutzte Flächen mit guter Deckung bevorzugt. Damit geht auch ein Mangel an Insekten einher sowie eine gestiegene Population von Prädatoren, maßgeblich des Fuchses.

 

Durch das Anlegen von rebhuhnfreundlichen Blühstreifen ist es Göttinger Forschern gelungen, den Ausgangsbestand der Rebhühner im Projektgebiet des Landkreises zu halten und lokal auch erheblich anzuheben. "Während im restlichen Niedersachsen die Bestände mindestens um die Hälfte eingebrochen sind, ist das sicherlich ein Erfolg",  weiter lesen.....

 

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Wolfbegegnung - Was nun? Leben mit dem wilden Heimkehrer.

Sachliche Tipps im Umgang mit dem Wolf.

Auf seinen eigenen Pfoten kehrt der Wolf, ein einst hierzulande ausgerottete Tierart, nach Deutschland zurück. Er bereichert unsere Natur, benötigt jedoch keine Wildnis. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass er auch in der europäischen Kulturlandschaft zurechtkommt.

 

Die Rückkehr dieser Tierart polarisiert. Generell gilt: Der Wolf ist eine streng geschützte, immer noch gefährdete Tierart, die es europaweit zu schützen gilt und von der es in ganz Deutschland derzeit nur relativ wenige Individuen gibt. Der beiliegende Flyer beantwortet einige grundsätzliche Fragen, um Ihnen den souveränen, sachlichen Umgang mit dem Wolf zu erleichtern.