Faire Entlohnung für Umweltleistungen der Landwirte

 

27. Mai 2020 (DJV) Berlin
 

DJV fordert anlässlich der Sondersitzung von Agrar- und Umweltministern: Artenschutz als Produktionsziel festschreiben. Finanzierung der GAP muss langfristig gesichert werden. DJV begrüßt entsprechende Ansätze in der EU-Biodiversitätsstrategie 2030.

 

(Berlin, 27. Mai 2020) Anlässlich der morgigen Sondersitzung der Umwelt- und Agrarminister des Bundes und der Bundesländer mit den zuständigen EU-Kommissaren für Agrar und Umwelt fordert der Deutsche Jagdverband (DJV): Landwirte müssen künftig für Umweltleistungen fairer entlohnt werden. Biodiversität und Artenschutz müssen als Produktionsziel festgeschrieben werden. Entscheidend für eine Steigerung der Artenvielfalt sind Maßnahmen, von denen Insekten, Wiesen- und Feldvögel sowie weitere Wildtiere nachhaltig profitieren. Der DJV begrüßt entsprechende Inhalte der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030, die am vergangenen Mittwoch in Brüssel durch die Kommission vorgelegt wurde. Unter anderem wird darin gefordert, dass ein fester Prozentsatz landwirtschaftlicher Fläche mit vielfältigen ökologischen Strukturen zu gestalten sind und somit aufgewertet werden. Dazu gehören beispielsweise mehrjährige Brachen mit heimischen Wildpflanzen, Altgrasstreifen, mehrjährige Blühstreifen und Hecken.

 

Die Biodiversitätsstrategie für 2030 und die auf Gesundheit und Nachhaltigkeit ausgerichteten EU-Lebensmittelstrategie "Farm to Fork" ("Vom Hof auf den Tisch") sind Teil des Europäischen "Green Deals". Entsprechend beeinflussen sie die weiteren Verhandlungen über die zukünftige Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP). Durch Verzahnung der Strategien mit der GAP sollen langfristiger Erhalt der Natur und die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft weiter gefördert werden. Der DJV setzt sich für eine zukunftsfähigere und flexiblere europäische Agrarpolitik ein, die Artenvielfalt explizit fördert. Erhalt und Förderung einer intakten, diversen Kulturlandschaft müssen deutschland- und europaweit als Ziel festgeschrieben werden. Aus diesem Grund ist es begrüßenswert, dass die EU-Kommission konkrete Empfehlungen an die Mitgliedsstaaten abgibt, bevor diese die nationalen GAP-Strategiepläne erarbeiten.

 

In beiden Strategien wird immer wieder auf die GAP verwiesen: Diese müsse in Zukunft Landwirten attraktive Anreize bieten, nachhaltiger zu wirtschaften. Hier bietet beispielsweise der Ansatz der Eco-Schemes (Öko-Regeln) großes Potential, die Landwirtschaft in einen breit getragen gesellschftlichen Konsens zu gestalten: Aus einem Katalog von Maßnahmen für die Artenvielfalt könnten Landwirte diejenigen auswählen, die am besten zu ihrer Betriebsstruktur passen. Im Gegensatz zu den klassischen Agrarumweltmaßnahmen aus der zweiten Säule müssen Eco-Schemes zusätzlich eine finanzielle Anreizkomponente enthalten, die über die Einkommensverluste hinausgeht und für eine faire Entlohnung sorgt. Deswegen begrüßt der DJV, dass auch die Kommission die Einführung eines Mindestbudgets für Eco-Schemes unterstützen wird.

 

Weiterhin fordert der DJV eine langfristig ausreichende Finanzierung der GAP, um den formulierten Herausforderungen für Landwirtschaft, Klimawandel und Artenrückgang begegnen zu können. Die Mitgliedsstaaten und die Kommission müssen sicherstellen, dass nationale GAP-Strategiepläne mit genügend Ressourcen ausgestattet und angemessen umgesetzt werden. Kürzungen der 1. und vor allem der 2. Säule lehnt der Verband ab. In letzterer sind die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen untergebracht. Besser wäre es, dass die Förderinstrumente künftig praxisgerecht formuliert und ihr Effekt wissenschaftlich belegt sind. Zudem müssen sie ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand umsetzbar sein. Bereits in der GAP-Übergangsphase ab 2021 sollten mehr Mittel für Maßnahmen zum Klima- und Naturschutz bereit gestellt werden.

 

Verschiedenste Modellprojekte in den Bundesländern, wie etwa das Wildschutzprogramm Feld & Wiese (LJV Rheinland-Pfalz) oder das Kooperationsprojekt "Bunte Biomasse" (Veolia Stiftung, Deutsche Wildtier Stiftung und DJV), zeigen: Es gibt viele und vor allem verschiedene praxistaugliche Maßnahmen, die Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen. Derartige Erkenntnisse müssen im Rahmen der künftigen Agrarpolitik auf Bundes- und Europaebene berücksichtigt werden.

 

Quellen: EU-Biodiversitätsstrategie für 2030

"Farm to Fork"-Strategie

Artenschutz als Produktionsziel für die Landwirtschaft

 

7. Mai 2020 (DJV) Berlin
 

Von den Teilnehmern der Agrarministerkonferenz fordert der DJV mehr Anreize für die Artenvielfalt. Die europäische Agrarpolitik sollte weniger bürokratisch und mit mehr Praxisbezug sein. Kürzungen des GAP-Budget werden abgelehnt.

 

Anlässlich der anstehenden Agrarministerkonferenz (AMK) fordert der Deutsche Jagdverband (DJV), dass Landwirte für Umweltleistungen künftig fairer entlohnt werden. Biodiversität und Artenschutz in der landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft müssen als Produktionsziel festgeschrieben werden. Entscheidend für eine Steigerung der Artenvielfalt und den Artenschutz sind Maßnahmen, von denen Insekten, Feldvögel und das Wild nachhaltig und langfristig profitieren. Dies sind unter anderem mehrjährige Brachen mit heimischen Wildpflanzen, Altgrasstreifen, mehrjährige Blühstreifen und der Anbau von Wildpflanzen statt Mais zur Biogaserzeugung. "Mehr Artenschutz auf dem Acker funktioniert nur, wenn die Landwirte Anreize bekommen. Dazu gehören zum Beispiel attraktive und unbürokratische Agrarumweltmaßnahmen", sagte DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke.

 

Der DJV fordert die Agrarministerinnen und Agrarminister der Länder und des Bundes auf, sich für eine zukunftsfähige und flexiblere Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) auf europäischer Ebene einzusetzen. Beispielsweise bietet der Ansatz der Eco-Schemes (Öko-Regeln) großes Potential, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten: Aus einem Katalog von Maßnahmen für Artenvielfalt könnten Landwirte die auswählen, die am besten zu ihrer Betriebsstruktur passen. Im Gegensatz zu den klassischen Agrarumweltmaßnahmen aus der zweiten Säule dürfen Eco-Schemes zusätzlich eine finanzielle Anreizkomponente enthalten, die über die Einkommensverluste hinausgeht.

 

Weiterhin fordert der DJV ein langfristig stabiles GAP-Budget. Kürzungen der 1. und vor allem der 2. Säule lehnt der Verband ab. In letzterer sind die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen untergebracht. Die Maßnahmen müssen künftig praxisgerecht formuliert sein und ihr Effekt wissenschaftlich belegt. Zudem müssen sie ohne bürokratischen Aufwand umsetzbar sein.

 

Verschiedenste Modellprojekte, etwa die Allianz für Niederwild (LJV Baden-Württemberg) oder das Kooperationsprojekt "Bunte Biomasse" (Veolia Stiftung, Deutsche Wildtier Stiftung und DJV), zeigen: Es gibt viele und vor allem verschiedene praxistaugliche Maßnahmen, die Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen. Derartige Erkenntnisse müssen im Rahmen der künftigen Agrarpolitik auf Bundes- und Europaebene berücksichtigt werden.

 

Die Verhandlungen zur gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 verlaufen auf europäischer Ebene weiterhin schleppend. Deshalb hat der Agrarausschuss des Europäischen Parlamentes für 2021 und 2022 eine GAP-Übergangsverordnung ohne große Veränderungen abgestimmt. Die AMK berät kommendem Freitag in einer Telefonkonferenz erneut über die Fortsetzung der GAP nach 2020.

 

Mit Fleischwurst und Pfefferbeißer gegen Corona-Krise

 

 

24. April 2020 (DJV) Berlin
 

Paderborner Jäger spenden Fleisch von Reh und Wildschwein für Menschen in Not. Schon 2.500 kostenlose Mahlzeiten im Wert von 10.000 Euro wurden verteilt.


Die Corona-Pandemie schränkt die übliche Grundversorgung für Bedürftige ein. Seit Beginn des Jagdjahres am 1. April 2020 unterstützt die Kreisjägerschaft Paderborn deshalb obdachlose, kranke und arme Menschen mit Spenden. Und zwar mit Wildbret in Form von Fleischwurst, Pfefferbeißer und Bratwurst. Auch Leberwurst und Gulasch werden angeboten. Gesamtwert der Ware: 10.000 Euro. Ein zertifizierter Fachbetrieb stellt die Wildbret-Produkte her und verteilt die Lebensmittel mit Kühlfahrzeugen an verschiedene regionale Hilfsorganisationen.

"Der Bedarf ist riesig. Und es wäre toll, wenn mehr Jägerschaften in Deutschland mitmachen würden und Bedürftigen helfen", sagt Annika Güthoff, Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjägerschaft Paderborn. Innerhalb von drei Wochen wurde das hochwertige Fleisch von insgesamt 45 Rehen und Wildschweinen verarbeitet. Mehr als 2.500 Mahlzeiten gingen an unterschiedliche Hilfsorganisation wie die Paderborner Tafel, die Speisenkammern, die Bahnhofsmission, B2 Streetwork sowie die SKM Tagesstätte für Wohnungslose.

Die Aktion der Kreisjägerschaft Paderborn läuft vorerst bis Anfang Mai. Wegen der großen Nachfrage wird derzeit überlegt, die Kampagne neu aufzulegen.

Naturkundebuch über den

Landkreis Cuxhaven

 

om/Neuenkirchen      Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit hat unsere Jägerschaft ein Naturkundebuch für Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren entworfen.

 

Unter dem Titel „Was wächst und lebt denn da im Cuxland“ werden, mit anschaulichen Bildern und kleinen Texten, Tiere und Pflanzen des Landkreises Cuxhaven vorgestellt.

 

Die Autoren Uwe Klindworth und Olaf Mohr haben darauf geachtet, dass die Inhalte  für jüngere und für ältere Kinder geeignet sind, und somit eine möglichst große Altersbandbreite umfassen.

 

Neben den informativen Zeichnungen und Texten beinhaltet das Buch kleine Rätsel, Spiele und Seiten zum Anmalen.

 

Viele dieser Bücher wurden bereits an die Schulen und Kindergärten unseres Landkreises kostenlos verteilt und mit viel Freude gelesen.

 

Bei Bedarf wendet euch an die Hegeringleiter unserer Jägerschaft. Dort könnt ihr welche bekommen.

 

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Bundesregierung bestätigt Notwendigkeit der Jagd

 

9. April 2020 (DJV) Berlin

Bundesregierung: keine allgemeine Ausgangssperre für Jäger. Trotz Corona-Pandemie ist Jagd wichtig zum Schutz vor Wildschäden und der Afrikanischen Schweinepest. DJV erachtet Einreiseverbot für Jäger nach Mecklenburg-Vorpommern als rechtswidrig.

Die Jagd dürfe nur in Form einer Einzeljagd durchgeführt werden, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, so das BMI. (Quelle: DJV)

Trotz Corona-Pandemie: Die Bundesregierung sieht eine Befreiung der Jäger von einer allgemeinen Ausgangssperre als gerechtfertigt an. In einem Schreiben an den Deutschen Jagdverband (DJV) betont das Bundesinnenministerium (BMI): Jäger tragen zum Schutz der systemrelevanten Daseinsvorsorge bei. Auch das Bundeslandwirtschaftsministerium hat sich in einem ähnlich lautenden Schreiben gegenüber dem DJV geäußert. Daraus geht unter anderem hervor, dass der Jägerschaft "eine unzweifelhaft außerordentlich große Bedeutung" zukomme, wenn es um den Schutz der Land- und Forstwirtschaft vor Wildschäden gehe. Auch die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sei ein wichtiger Grund, Jäger von einer allgemeinen Ausgangssperre zu befreien. Die Ministerien reagieren damit auf einen Eilbrief von DJV-Präsident Dr. Volker Böhning. Mitte März hat er die drei zuständigen Ministerien gebeten, die Einzeljagd weiter zu ermöglichen.

 

Einzeljagd soll bundesweit möglich sein

 

Das BMI hat nach eigenen Worten die Innenministerien der Länder zwischenzeitlich gebeten, die zuständigen Stellen im jeweiligen Bundesland auf die für notwendig erachtete Ausnahmeregelung hinzuweisen. Die Fahrt ins Revier müsse auf direktem Weg erfolgen, führt das BMI in seinem Brief aus. Die Jagd dürfe nur in Form einer Einzeljagd durchgeführt werden, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Der DJV betont dabei, dass die Einzeljagd auch von mehreren Personen im Revier gleichzeitig ausgeübt werden kann, sofern die Kontaktbeschränkungen beachtet werden.

 

Rechtswidrig: Einreiseverbot für Jäger nach Mecklenburg-Vorpommern

 

Der DJV kritisiert weiterhin, dass in Mecklenburg-Vorpommern die strengen Einreisebeschränkungen auch für Jäger gelten sollen, die dort ihren Verpflichtungen nachkommen. DJV-Präsident Dr. Volker Böhning, zugleich Präsident des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern, stellt die Beschränkungen für Touristen nicht grundsätzlich in Frage. Eine Ausweitung auf Jäger sei jedoch unverhältnismäßig und damit rechtswidrig. DJV und Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern raten allen betroffenen Revierinhabern, sich eine verweigerte Einreise schriftlich bestätigen zu lassen. Dies ist wichtig, um dagegen notfalls vor Gericht vorgehen zu können und später Ersatzansprüche durchsetzen zu können.

 

Landkreis Ostprignitz-Ruppin scheitert mit Einreisebeschränkung

 

Unterdessen hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein generelles Einreiseverbot im Landkreis Ostprignitz-Ruppin (Brandenburg) gekippt. Der Landkreis hatte auf Grund dieser Regelung auch einem ortsfremden Jäger die Anreise ins Revier untersagt.

 
 

Regelungen zur Jagdausübung während

der Corona-Pandemie

 

Zur Verhinderung eines unkontrollierten Anstiegs der Fallzahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus (SARS-COV-2) hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung am 22.03.2020 eine Allgemeinverfügung zur Beschränkung sozialer Kontakte anlässlich der Corona-Pandemie herausgegeben (Az. 401-41609-11-3).

 

Auf vielfache Nachfrage informieren wir nach Rücksprache mit dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an dieser Stelle über die Auswirkungen auf die Jagdausübung.

 

Bei den Regelungen der Allgemeinverfügung handelt es sich nicht um eine allgemeine Ausganssperre. Ganz im Gegenteil wird betont, dass es auch in dieser Zeit wichtig ist, Bewegung im Freien an der frischen Luft zu ermöglichen. Aus medizinischer Sicht ist die Bewegung sogar zu empfehlen. Nicht das Verlassen der Wohnung ist die Gefahr, sondern der häufige unmittelbare Kontakt zu anderen, möglicherweise infizierten Personen. Deshalb wurden folgende Regelungen erlassen:

  • Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  • In der Öffentlichkeit ist- wo immer möglich- zu anderen Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten. Dies gilt nicht für Personen, die in einer gemeinsamen Wohnung wohnen.
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

Diese Vorgaben vorausgesetzt, ist die Ausübung der Jagd in Form der Einzeljagd nach wie vor unverändert zulässig.

 

Bei einem Aufenthalt von mehreren Personen im Revier ist der persönliche Kontakt unbedingt zu vermeiden. Wir empfehlen, vorab eine fernmündliche Absprache, alternativ über Messenger Dienste oder E-Mail, vorzunehmen. Gemeinsames Aufbrechen oder der gemeinsame Beginn bzw. der gemütliche Ausklang des Ansitzes von mehreren Personen in der Jagdhütte ist derzeit natürlich nicht möglich.

 

Anfallende Revierarbeiten, die Ausbildung von Jagdhunden, die Tätigkeiten bei Wildunfällen, die Abgabe von Wild an Metzgereien, die Direktvermarktung und weitere jagdliche Aktivitäten sind dann, wenn sie alleine oder zusammen mit in einer häuslichen Gemeinschaft lebenden Personen erfolgen und unter Beachtung der in der Allgemeinverfügung vorgegebenen Restriktionen (insbesondere Abstandsregelung) nach wie vor möglich.

Auch das Niedersächischen Landwirtschaftsministerium hat für eine entsprechende Klarstellung gesorgt (am Ende der nachstehenden FAQ-Seite:

 

https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/coronavirus-faq-186571.html

Dies ist der derzeitige Stand der Dinge. Sollte sich hieran etwas ändern werden wir entsprechend informieren.

Verwilderte Hauskatzen sind Gefahr für die Artenvielfalt

 

 

Jährlich töten streunende Hauskatzen in Deutschland mindestens 100 Millionen Vögel. Der DJV fordert eine generelle Kastrations- und Registrationspflicht, um deren unkontrollierter Fortpflanzung entgegenzuwirken.

 

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Anlässlich des Weltkatzentags macht der DJV darauf aufmerksam, dass verwilderte Hauskatzen die Artenvielfalt gefährden. (Quelle: DJV)

Anlässlich des Weltkatzentags macht der Deutsche Jagdverband (DJV) darauf aufmerksam, dass verwilderte Hauskatzen die Artenvielfalt gefährden. Insgesamt leben 14,8 Millionen Tiere in deutschen Haushalten, hinzu kommen rund 2 Millionen ohne Besitzer. Letztere töten nach Hochrechnungen jährlich mindestens 100 Millionen Vögel sowie 300 Millionen kleine Säugetiere und Reptilien. Der DJV fordert deshalb eine bundesweite Kastrations- und Registrationspflicht für Hauskatzen nach dem Paderborner Modell, welches bereits in hunderten Kommunen Verwendung findet. „Ziel muss es sein, die Quelle wildernder Hauskatzen zum Versiegen zu bringen“, sagt DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald. Tierschutz sei für Jäger unteilbar und gelte auch für Wildtiere.

 

Hauskatzen bekommen zwei Mal im Jahr etwa vier bis sechs Jungtiere. Diese können ab dem sechsten Lebensmonat bereits trächtig werden. Laut einem linearen Rechenmodell hat ein verwildertes Hauskatzenpärchen in sieben Jahren etwa 420.000 Nachkommen. Das Risiko besteht jederzeit, dass sogenannte Freigänger sich mit verwilderten Artgenossen paaren und die Jungen unbemerkt im Schuppen oder hinter dem Brennholzstapel zur Welt kommen. Die nächste Generation von Streunern ist geboren und entzieht sich komplett dem Einfluss des Menschen. Verwilderte Hauskatzen sind sehr scheu und in den meisten Fällen nicht sozialisierbar. Das heißt: Sie dulden im Tierheim keine Artgenossen in nächster Nähe und sind zudem kaum vermittelbar an Tierfreunde.

 

In Großbritannien töten Hauskatzen nach wissenschaftlichen Hochrechnungen 275 Millionen Wildtiere, in den USA allein 4 Milliarden Vögel. Experten einer australischen Studie der Charles Darwin Universität in Casuarina weisen Katzen die Hauptschuld am Aussterben mehrerer Säugetierarten auf ihrem Kontinent zu. Die internationale Weltnaturschutzunion (IUCN) listet die Katze auf Platz 38 der 100 gefährlichsten invasiven Arten.

 

Junge Seehunde bitte nicht anfassen!

 

Noch bis August säugen Seehunde ihren Nachwuchs auf Sandbänken an den Küsten. Der Deutsche Jagdverband bittet Urlauber, Abstand zu halten. Junge Seehunde auf keinen Fall anfassen, sonst werden sie zu Waisen.

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Junge Seehunde in keinem Fall anfassen, da sie sonst verwaisen. (Quelle: Kaufmann/DJV)

Urlauber an der Nord- und Ostseeküste können derzeit mit etwas Glück Seehunde in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Noch bis August säugen die Tiere ihren Nachwuchs auf Sandbänken. Der Deutsche Jagdverband (DJV) empfiehlt dringend, einen Mindestabstand von 300 Metern einzuhalten: Fühlen sich die Tiere gestört, kann es sein, dass Mutter- und Jungtier getrennt werden. Das kann fatale Folgen haben. Die kleinen Robben müssen alle paar Stunden gesäugt werden, sonst verhungern sie.


Abstand halten gilt auch beim Auffinden vermeintlich verlassener Jungtiere, die nach ihrer Mutter rufen. Manchmal befindet sich diese in der Nähe auf Futtersuche im Wasser. Oder sie hat ihren Nachwuchs nur zum Säugen auf der Sandbank abgelegt. Falsch verstandene Tierliebe kann Seehundjunge zu verwaisten Heulern machen: Menschen sollten das Tier keinesfalls anfassen, da die Mutter es dann wahrscheinlich nicht mehr annimmt. Seehunde haben als Fischfresser zudem von Geburt an spitze Zähne. Sie können damit ernsthafte Verletzungen hervorrufen und über den Speichel Krankheiten übertragen.


Urlauber sollten Heuler längere Zeit aus sicherer Entfernung beobachten und im Zweifelsfall die zuständige Seehundstation anrufen. Speziell geschulteWattenjagdaufseher (Niederachsen) und Seehundjäger (Schleswig-Holstein) entscheiden vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Handelt es sich um einen Heuler, der endgültig von seiner Mutter getrennt wurde, wird dieser in die jeweilige Einrichtung zur Aufzucht gebracht. Vor allem nach Stürmen werden vermehrt Heuler an der Küste gesichtet. Ansprechpartner für die gesamte niedersächsische Küste ist die Seehundstation Norddeich (Telefon 04931/ 97 33 30), für die Küsten in Schleswig-Holstein die Station Friedrichskoog (Telefon 04854/ 13 72).


In Norddeich wurden im vergangenen Jahr knapp 250 Seehunde eingeliefert, in Friedrichskoog rund 210. Schleswig-Holstein hat für 2018 mit 4.500 Seehund-Geburten in freier Natur einen Rekord verzeichnet - ein Plus von mehr als 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Niedersachsen hingegen waren die Zählergebnisse rückläufig: Knapp 2.160 Jungtiere bedeuten ein Minus von rund 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

 

Die Seehundstationen in Norddeich und Friedrichskoog gründen auf dem Engagement der Jäger und der jeweiligen Landesjagdverbände. Die für die Arbeit der beiden Stationen so wichtigen Wattenjagdaufseher oder Seehundjäger sind Jäger, die sich speziell fortgebildet haben und ihrer Tätigkeit ehrenamtlich nachgehen. 

Jägerschaft Land Hadeln / Cuxhaven  - 

Freisprechung  der Jungjägerinnen und Jungjäger

 

 

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 Foto: JLHC

 

Gemeinsam mit den Lehrgangsabsolventinnen und  -absolventen der Jägerschaft Wesermünde-Bremerhaven feierten die frischgebackene Jungjägerin und die Jungjäger der Jägerschaft Land Hadeln/Cuxhaven am 12. April 2019 in der Gaststätte Stockfisch in Moorausmoor  ihren Abschluss.

 

Eine Dame und achtzehn  Herren hatten sich für die ca. 8 Monate dauernde Ausbildung entschieden, die zum einen die Teilnahme an vielen Unterrichtsstunden während der Woche bedeutete, zum anderen aber auch Einsatz an zahlreichen Wochenenden verlangte:  hier fanden die Schießausbildung, Reviergänge, Drückjagden und Exkursionen statt. Eine anstrengende Zeit, die den Lehrgangsteilnehmern neben ihren beruflichen Verpflichtungen, aber auch deren Familien zahlreiche Opfer abverlangte! Schließlich musste noch eine anspruchsvolle, mehrtägige  Prüfung absolviert werden, die alle Teilnehmer des Lehrgangs bestanden haben.

 

Die Teilnahme am zeitaufwendigen Jägerlehrgang sei die richtige Entscheidung gewesen, so der Lehrgangsleiter Gerhard Klotz. Eine fundierte Ausbildung sei die wichtigste Voraussetzung für ein gutes Jägerleben. Auch müsse jedem Jäger bewusst sein, dass hinter jeder Trophäe eine achtenswerte Kreatur stehe.  Ebenso  sei auch der Naturschutz eine wichtige Verpflichtung für den Jäger, denn ohne Naturschutz  sei  Jagd auf Dauer nicht möglich.

 

Ähnliche Worte fand auch der Kreisjägermeister Ahrend Müller, indem er die Jungjägerin  und die Jungjäger zu waidgerechtem Handeln aufrief. Eine gute Jagd setze immer die Übereinstimmung von Kopf und Herz voraus.  „Seien Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst und jagen Sie mit Anstand!“ , so der Kreisjägermeister. Er  gratulierte der Lehrgangsteilnehmerin und den –teilnehmern  zur bestandenen Prüfung  und dankte allen Ausbildern und Prüfern für deren vorbildliche und ausgezeichnete Arbeit, die zu diesem hervorragenden Prüfungsergebnis geführt habe.

 

Auch der neu gewählte Vorsitzende der Jägerschaft Land Hadeln Cuxhaven, Andreas Schwanke,  gratulierte dem Lehrgang zur bestandenen Prüfung, wünschte baldigen jagdlichen Anschluss und Waidmannsheil für das kommende Jägerleben.  

Eckardt Jaeger, der Sprecher des Jägerlehrgangs, ließ die Ausbildungszeit noch einmal humorvoll Revue passieren und sprach einen herzlichen Dank an alle Ausbilder und Prüfer aus. Den Ausbildern wurde schließlich noch ein originelles Präsent überreicht.

 

Die Prüfungszeugnisse und Jägerbriefe wurden den Lehrgangsabsolventen vom Kreisjägermeister und Prüfungsvorsitzenden Ahrend Müller, Frau Steffens als Vertreterin der Unteren Jagdbehörde , dem Ausbildungsleiter Gerhard Klotz und dem Vorsitzenden der Jägerschaft Land Hadeln/Cuxhaven, Andreas Schwanke,  unter dem Beifall der Anwesenden  überreicht.

 

Kerstin van der Meer erhielt als Lehrgangsbeste eine Einladung zu einer Ansitzjagd.

 

Mit einem herzlichen Dank an die Bläserinnen und Bläser, die unter der Leitung von Wolfgang Mordhorst und Wolfgang Leder  für den feierlichen musikalischen Rahmen des Abends gesorgt hatten, schloss Gerhard Klotz den offiziellen Teil der Veranstaltung.

 

Mit Erfolg haben die Jägerprüfung abgelegt: Kerstin van der Meer, Hanke Kamps, Florian Reisen, Tobias Schumacher, Andre Olsowski, Joachim Buhr, Rolf Dieter Klatt, Tristan Gogl, Werner Schrutek, Marten Schrutek, Timo Lampe, Justin Görse, Thorsten Santomauro, Dr. Stefan Thiems, Hauke Köster, Fabian Lühmann, Harry Wesch, Daniel Cialon, Eckardt Jaeger.

 

 

Wildbret-Abgabe: die meisten Jäger fallen nicht unter das Verpackungsgesetz

Das vom DJV in Auftrag gegebene Gutachten bestätigt, dass nur Jäger vom neuen Verpackungsgesetz betroffen sind, die gewerbsmäßig mit Wildbret handeln. Dennoch gibt es einige wichtige Dinge zu beachten.

 

Das Verpackungsgesetz löst zum Jahreswechsel die bislang geltende Verpackungsverordnung ab. (Quelle: DJV)
Das Verpackungsgesetz löst zum Jahreswechsel die bislang geltende Verpackungsverordnung ab. (Quelle: DJV)

Das neue Verpackungsgesetz, das zum 1. Januar 2019 in Kraft tritt, bringt auch für einige Jäger neue Pflichten mit sich. Zunächst bestanden noch erhebliche Unsicherheit darüber, wer von dem Gesetz betroffen ist. Jetzt bestätigt ein Verpackungsrechtsexperte in einem vom DJV in Auftrag gegebenen Gutachten: Jäger, die Wildbret verpackt - etwa vakuumiert - abgeben, handeln nicht „gewerbsmäßig“, wenn sie keine Gewinne aus der Jagd erzielen. Demnach sind sie vom kommenden Verpackungsgesetz nicht betroffen und müssen sich nicht registrieren.

 

Vor allem land- oder forstwirtschaftliche Betriebe, bei denen die Jagd ein Teil des Betriebes ist, fallen grundsätzlich in den Anwendungsbereich des Verpackungsgesetzes. Diese Betriebe können in vielen Fällen aber sogenannte „Serviceverpackungen“ verwenden und damit die Registrierungspflicht vermeiden.

 

Der DJV hat sein Frage-Antwort-Papier zum Thema aktualisiert. Dort finden Jäger detaillierte Antworten zur möglichen Registrierungspflicht.

 

Das Verpackungsgesetz löst zum Jahreswechsel die bislang geltende Verpackungsverordnung ab. Neu ist unter anderem eine Registrierungspflicht für Hersteller von verpackten Produkten. Diese müssen sich (wie bisher) an einem „dualen System“ zur Entsorgung der Verpackung beteiligen.

Die dunkle Seite der Tierrechte

 

Menschenrechte für Tiere? Zum Bundesjägertag veröffentlicht der DJV ein Comic, das Konsequenzen von gefährlichen Allmachtsphantasien zeigt. Gegen radikale Tierrechtler im Internet geht der Dachverband der Jäger derzeit vor.

 

http://newsletter.jagdverband.de/system/assets/3285/original/comic_tierrechte_djv.jpg

 

(link zum Comic)

 

 

Projekt Fellwechsel gestartet

 

Das von LJV Baden-Württemberg und DJV initiierte Projekt Fellwechsel ist in die erste Saison gestartet. Raubwildbälge können ab sofort für die Fellwechsel GmbH gesammelt werden. Die Verbände informieren, wie Jägerinnen und Jäger das Projekt unterstützen können. (link vollständiger Artikel)

DJV-Pressemeldung

Von Spatzen und Katzen


Ausgesetzte Haustiere richten in der Tierwelt oft erheblichen Schaden an. Der DJV appelliert zum Internationalen Tag der Katze am 8. August 2017 an das Verantwortungsbewusstsein von Haustierhaltern.


(Berlin, 7. August 2017) Etwa 2 Millionen streunende, besitzerlose Katzen gibt es in Deutschland nach Angaben von Tierschutzverbänden. In der Urlaubszeit landen besonders viele Haustiere auf der Straße. Teilweise müssen diese dann unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen in freier Wildbahn ihr Leben fristen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) betont, dass nicht nur die Haustiere selbst leiden, sondern auch die heimische Tierwelt: Nach Hochrechnungen auf Basis mehrerer Studien fallen mindestens 14 Millionen Singvögel in Deutschland verwilderten Hauskatzen zum Opfer. Diese machen nur ein Viertel der Beute aus; hinzu kommen 70 Prozent kleine Säuger und zahlreiche Reptilien.


Der DJV fordert aus Tier- und Artenschutzgründen eine bundesweite Melde- und Kastrationspflicht für Hauskatzen nach dem Vorbild des Paderborner Modells. Auf diese Weise soll eine unkontrollierte Fortpflanzung von Freigängern mit verwilderten Artgenossen verhindert werden. Der Nachwuchs wird meist unentdeckt großgezogen, die Hauskatzen verwildern. Katzen paaren sich durchschnittlich zwei mal im Jahr. Überleben pro Wurf etwa drei Junge, resultieren aus einem Hauskatzenpärchen in sieben Jahren etwa 420.000 Nachkommen (lineares Modell).


Tierhalter verstoßen gegen das geltende Tierschutzrecht, wenn sie ihre Schützlinge einfach aussetzen. Der DJV empfiehlt, frühzeitig die Versorgung der Haustiere während der Urlaubszeit sicherzustellen. Wer ein herrenloses Tier findet, sollte das Ordnungsamt oder die Polizei informieren. Alternativ können Fundtiere in Tierheimen abgegeben werden.

 

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Nicht nur Feldhasen, sondern auch andere kleine Säugetiere fallen wildernden Hauskatzen zum Opfer.

 

Quelle: DJV

Auf seinen eigenen Pfoten kehrt der Wolf, ein einst hierzulande ausgerottete Tierart, nach Deutschland zurück. Er bereichert unsere Natur, benötigt jedoch keine Wildnis. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass er auch in der europäischen Kulturlandschaft zurechtkommt.

 

Die Rückkehr dieser Tierart polarisiert. Generell gilt: Der Wolf ist eine streng geschützte, immer noch gefährdete Tierart, die es europaweit zu schützen gilt und von der es in ganz Deutschland derzeit nur relativ wenige Individuen gibt. Der beiliegende Flyer beantwortet einige grundsätzliche Fragen, um Ihnen den souveränen, sachlichen Umgang mit dem Wolf zu erleichtern.

Aktualisiert 28.05.2020

 

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