Jäger und Falkner fordern schärfere

Strafverfolgung für Nestzerstörungen

 

Energiewende auf Kosten der Artenvielfalt:

Fälle treten besonders in Planungsgebieten für Windkraftanlagen auf.

 

(Berlin, 16. Mai 2017) In Planungsgebieten für Windkraftanlagen kommt es immer wieder zu illegalen Nest- oder Brutbaumzerstörungen an den Brutplätzen streng geschützter Arten. Hintergrund sind die Auflagen, die für Grundbesitzer und Betreiber gelten: Das Vorkommen von geschützten Arten verhindert oder erschwert die Zulassung der Anlagen. Betroffen sind unter anderem Rotmilane und Seeadler, Schwarzstörche, Baumfalken, Schreiadler oder auch der Uhu. Obwohl es sich dabei um Straftaten handelt, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden können, liegt die Aufklärungsquote nahezu bei Null. Da über Fälle von Nestzerstörungen und illegale Tötungen meist nur regionale Medien berichten, bleibt das wahre Ausmaß des Problems unerkannt.

 

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Deutsche Falkenorden (DFO) fordern daher einen besseren Schutz der gefährdeten Horste und konsequente Strafverfolgung. "Es kann nicht sein, dass die Energiewende auf dem Rücken der heimischen Artenvielfalt ausgetragen wird", kritisierte DJV-Präsident Hartwig Fischer. "Schreiadler und Rotmilane sind ebenso schützenswerte Arten wie der Wolf", gibt DFO-Bundesvorsitzender Hans-Albrecht Hewicker zu bedenken. "Das Zerstören von Nestern ist keine Ordnungswidrigkeit, es ist eine Straftat, und diese Straftat muss härter verfolgt werden."

 

Beispiel Rotmilan

Sucht man im Internet nach den Worten "Rotmilanhorst" und "Zerstörung", erhält man über die Suchmaschine Google etwa 10.000 Treffer. Immer häufiger wenden sich Naturbeobachter wie Jäger oder andere engagierte Naturschützer an die Presse, wenn ihnen Zerstörungen auffallen. Im mecklenburg-vorpommerschen Ivenack haben nach Angaben des Fachweblogs "jawina.de" die Hobby-Ornithologen Bettina und Norbert Kern (siehe beigefügtes Interview) in den vergangenen drei Jahren sieben Horstzerstörungen dokumentiert. Auch sie wandten sich an die zuständigen Behörden und die Presse. Die Anzeigen wurden jedoch eingestellt, die Zahl der aufgeklärten Fälle ist gleich Null.

 

Nach Erhebungen der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg geht der Bestand des Rotmilans in ganz Deutschland zurück. Allein von 1995 bis 2009 war in Brandenburg ein Rückgang um 15 Prozent zu verzeichnen. Bei den Opfern von Kollisionen mit Windanlagen liegt der Rotmilan nach dem Mäusebussard an zweiter Stelle. Einer Untersuchung von 2012 zufolge ist beim Ausbauzustand der Windenergie auf dem Stand von 2011 mit 304 bis 354 durch Windräder getöteten Rotmilanen pro Jahr in Brandenburg zu rechnen. Mehr als 50 Prozent des weltweiten Rotmilanbestands lebt in Deutschland, dem Land erwächst daraus eine besondere Verantwortung für diese Art. Vor diesem Hintergrund sind illegale Nestzerstörungen und Tötungen in Planungsgebieten für Windkraftanlagen, von denen der Rotmilan ebenfalls in besonderem Ausmaß betroffen zu sein scheint, unerträglich und schlicht nicht hinnehmbar.

 

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Jägerschaft Land Hadeln/Cuxhaven  –  

Freisprechung der Jungjäger in Moorausmoor

 

 

 

Am  6. Mai 2017 fand die Abschlussfeier des Jägerlehrgangs 2016/17 der Jägerschaft Land Hadeln/ Cuxhaven  in der Gaststätte Stockfisch in Moorausmoor statt. Acht Monate harte Ausbildungszeit hatten die Teilnehmer auf sich genommen, um  schließlich die mehrteilige  staatliche Jägerprüfung ablegen zu können.

 

Eine Jungjägerin und zwölf Jungjäger haben die Prüfung mit Erfolg absolviert.

 

Kreisjägermeister Ahrend Müller, Frau Riethmüller als Vertreterin  der Jagdbehörde  des Landkreises Cuxhaven und der Vorsitzende der Jägerschaft Land Hadeln  / Cuxhaven, Gerhard Klotz,  überreichten den freudestrahlenden Lehrgangsteilnehmern ihre Prüfungszeugnisse und Jägerbriefe. Als Lehrgangsbester erhielt Mathes Müller eine Einladung zu  einer Ansitzjagd.

 

Gerhard Klotz gratulierte den Absolventen im Namen der Jägerschaft und bat sie, immer daran zu denken, dass Jagd nicht nur das Schießen von Tieren bedeute, sondern dass hinter einer Trophäe immer eine achtenswerte Kreatur stehe.  Die Hege des Wildes und der Naturschutz seien ebenfalls eine besondere Verpflichtung des Jägers.

 

Kreisjägermeister Ahrend Müller hob noch einmal die anspruchsvolle Ausbildung hervor, die ein hervorragendes jagdliches Rüstzeug beinhalte. Erfahrung jedoch könne nicht vermittelt werden, die müsse jeder Jäger selbst erlangen. In diesem Zusammenhang wünschte der Kreisjägermeister den Jungjägerinnen und Jungjägern baldigen jagdlichen Anschluss. „Treten Sie Andersdenkenden gegenüber tolerant , jedoch selbstbewusst auf!  Seien Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst  und jagen Sie mit Anstand!  Nur so  tragen Sie zu einer Stärkung des Bildes der Jäger in der Öffentlichkeit bei.“  Mit  diesem Aufruf entließ der Kreisjägermeister die Lehrgangsabsolventen ins Jägerleben.

 

Schließlich dankte  Lehrgangssprecher Lars Nowatzky  im  Namen des Jägerlehrgangs  den Ausbildern für die geleistete Arbeit und den Prüfern für den fairen Ablauf der Jägerprüfung.

 

Einen herzlichen Dank richtete  der Vorsitzende Gerhard Klotz  an die Jagdhornbläserinnen und –bläser unter der Leitung von Wolfgang Mordhorst , die für einen beeindruckenden  musikalischen Rahmen des Abends gesorgt hatten und schloss damit den offiziellen Teil der Veranstaltung.

 

Den Jägerlehrgang 2016/17  haben erfolgreich abgeschlossen:  Monika Grefe, Erik Borm, Jan Elsen, Mathes Müller, Walter Heisig, Swen Mau, Lars Nowatzky, Sören Krohn, Holger Brandt, Dirk Buhbe, Joey Wohlers, Jan-Hendrik Poit, Frank Peter Felder.

 

Dieter Müller, JLHC

 

 

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„Goldenes Rebhuhn“  für  Uwe Kaletzki  aus Neuenkirchen

 

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Auf der Hegeringversammlung des Hegerings 7a der Jägerschaft Land Hadeln/Cuxhaven e. V. wurde Herrn Uwe Kaletzki  vom  Hegeringleiter Peter Wisch das „Goldene Rebhuhn“ der Landesjägerschaft überreicht.

 

Das „Goldene Rebhuhn“  ist eine Auszeichnung für Nichtjäger, die sich in besonderem Maße für die Erhaltung einer artenreichen Tierwelt und einer vielfältigen Landschaft verdient gemacht haben.

 

Schutz und Pflege des heimischen Niederwildes liegen Uwe Kaletzki besonders am Herzen. In Zusammenarbeit mit den Neuenkirchener Jägern hat er im vergangenen Jagdjahr  Fasanenschütten angelegt, Erntereste (Kaff) beschafft und sich um eine artgerechte Winterfütterung der Fasane gekümmert. Zudem hat er Wildäcker mit angelegt und dabei geholfen, ein Weidengehölz zu pflanzen.

 

Doch nicht nur der Biotopschutz  liegt Uwe Kaletzki am Herzen. Auch bei  anderen jagdlichen Aktivitäten ist Uwe Kaletzki stets mit Rat und Tat zur Stelle. Als ehemaliger Zimmermann baut, repariert und betreut er die Ansitzeinrichtungen im Revier. Er kümmert sich auch um die Fallwildbeseitigung  und nimmt mit großem Engagement an den Jagden im Hegering 7a als Treiber teil.

 

Die Neuenkirchener Jäger bedanken sich und hoffen, dass Herr Kaletzki auch weiterhin in diesem Maße für die Jagd und den Biotopschutz im Revier Neuenkirchen zur Verfügung steht.

 

 

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Jäger stellen Strafanzeige gegen Tierrechtler

 

PETA beschäftigt mit falschen Verdächtigungen regelmäßig die Staatsanwaltschaften. Die Tierrechtsorganisation PETA hat nach eigenem Bekunden im Jahr 2016 bundesweit mindestens 16 Strafanzeigen gegen ordnungsgemäß durchgeführte Jagden gestellt. Die haltlose Begründung: Es läge kein vernünftiger Grund für die Jagd vor. In der Vergangenheit hatten die Staatsanwaltschaften ähnliche Ermittlungsverfahren immer wieder eingestellt.

Die Tierrechtsorganisation PETA hat nach eigenem Bekunden im Jahr 2016 bundesweit mindestens 16 Strafanzeigen gegen ordnungsgemäß durchgeführte Jagden gestellt. Die haltlose Begründung: Es läge kein vernünftiger Grund für die Jagd vor. In der Vergangenheit hatten die Staatsanwaltschaften ähnliche Ermittlungsverfahren immer wieder eingestellt. Zu einer Anklage oder gar einer Verurteilung ist es nach Informationen des Deutschen Jagdverbandes (DJV) nie gekommen.

„Dieser reine PR-Gag von PETA beschäftigt regelmäßig und grundlos die Behörden. Die PETA-Anzeigen haben nur einen Zweck: Die legale Jagd und die Beteiligten in ein schlechtes Licht zu rücken“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Ralph Müller-Schallenberg. Der DJV protestiert gegen diese Effekthascherei und hat bereits am vergangenen Mittwoch Strafanzeige gegen die selbst ernannten Tierrechtler gestellt, unter anderem wegen falscher Verdächtigung. 

 

Jäger übernähmen in Deutschland wichtige, teils staatliche Aufgaben, so Müller-Schallenberg. Dazu gehörten die Prävention von Seuchen und Wildschäden, Artenschutz sowie der aktive Tierschutz, so Müller-Schallenberg. Der DJV rät Jägern, bei PETA-Anzeigen sich mit allen rechtlichen Mitteln zu wehren. Betroffene könnten wegen Straftaten wie Verleumdung ebenfalls Anzeige erstatten und auf Unterlassung klagen. Sie sollten außerdem den Dachverband informieren.  

 

Immer wieder bemühen angebliche Tierrechtler von PETA die Floskel „Die Natur regelt sich selbst“, um gegen die legale und notwendige Jagd Stimmung zu machen. „Es gibt keine Bauernhof-Idylle, wo Menschen und Tiere, egal ob Fleisch- oder Pflanzenfresser, friedlich nebeneinander leben“, so Müller-Schallenberg.  Die Selbstregulierungsmechanismen der Natur sind in erster Linie Tierseuchen, die mit großem Leid für die Tiere verbunden sind. Aus reinem Selbstschutz hat der Mensch laut DJV beispielsweise die Füchse erfolgreich gegen Tollwut geimpft und so in den Naturhaushalt eingegriffen. Die Folge: Weil das Regulativ fehlt, hat sich der Fuchsbestand seit den 1980er Jahren in  Deutschland etwa verdreifacht. Zum Nachteil der Beutetiere, zu denen viele seltene Vogelarten gehören. Steigende Fuchsbestände führen darüber hinaus zu einem erhöhten Ansteckungsrisiko durch Räude (Parasiten) und Staupe (Virus). Beide können auf Haustiere übertragen werden und sorgen für einen qualvollen Tod. Die Bejagung von Füchsen ist demnach aktiver Tier- und Artenschutz.

 

PETA macht immer wieder mit fragwürdigen Aktionen auf sich aufmerksam. Ein juristisches Gutachten, das dem DJV vorliegt, kommt zu dem Schluss, dass eine Reihe von Punkten dafür sprächen, dass die Geschäftsführung von PETA Deutschland das Gemeinnützigkeitsprivileg verletze und Mittel satzungswidrig verwende. So sei beispielsweise eine führende Persönlichkeit dieser Organisation erstinstanzlich bereits wegen Volksverhetzung für schuldig befunden worden. Das Strafverfahren wurde im Jahr 2010 in der Berufungsinstanz gemäß § 153 a StPO nach Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 10.000 Euro eingestellt, die höher war als die in erster Instanz verhängte Geldstrafe (Landgericht Stuttgart, Aktenzeichen: 35 Ns 7 Js 2717/04). Sie behaupteten unter anderem, der militante Kampf für Tiere sei ein Eintreten für Gerechtigkeit; ein Leben habe immer mehr Wert als eine aufgebrochene Tür oder ein in Brand gesteckter Fleischlaster.

 

Auch in den USA, dem Gründungsland, steht PETA ebenfalls in der Kritik. Die Behörde für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Bundesstaates Virginia hat Zahlen zum dortigen Tierheim der Tierrechtler veröffentlicht. Demnach werden jährlich bis zu 97 Prozent der aufgenommenen Haustiere getötet. Seit 1998 sollen bereits über 34.000 Haustiere getötet worden sein.

Landesjagdbericht 2015/2016

 

Vielfältige Informationen, Hintergrundmaterial sowie verschiedene Schwerpunktthemen aus den Bereichen Jagd und Natur
 
 

Schalenwildarten und Neozoen nehmen stetig zu

Bestände von Niederwildarten bereiten weiter Sorge – Landwirtschaftsministerium und Landesjägerschaft stellen Jagdbericht vor

HANNOVER. Die Bestände bei Niederwildarten wie Fasan und Rebhuhn geben in Niedersachsen weiterhin Anlass zur Sorge. Gleichzeitig nehmen Schalenwildarten wie das Reh-, Rot- und Schwarzwild sowie die eingewanderten Arten Nutria und Waschbär weiter zu und werden daher verstärkt bejagt. Dies sind einige der Schwerpunktthemen im Landesjagdbericht 2015/2016, der gemeinsam vom Landwirtschaftsministerium und der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) vorgestellt wird. Auch der 14. Landesjagdbericht gibt detailliert Auskunft über die regional aufgeschlüsselte Entwicklung der einzelnen Jagdstrecken.

Regional vorkommende hohe Bestände von Schalenwild können in den Wäldern zum Verbiss der aufwachsenden Bäume und zum sogenannten „Schälen“ der Rinde führen. Das kann auch ältere Bäume schädigen. „Um die Schäden in unseren Forsten in Grenzen zu halten, müssen wir das Schalenwild intensiv bejagen. Dies ist auch deshalb wichtig, damit wir die großen Anstrengungen in den Forstämtern für den naturnahen Waldumbau mit artenreichen Mischwäldern nicht gefährden“, sagt Landwirtschaftsminister Christian Meyer.

Dass eine intensive Bejagung erfolgt, belegen die Gesamtzahlen der erlegten Tiere, die sogenannte jährliche Jagdstrecke: Beim Rotwild hat sie sich von 7.600 auf einen neuen Höchstwert von jetzt 8.400 und damit um elf Prozent erhöht. In den vergangenen 60 Jahren hat sich die Rotwildstrecke damit nahezu verdreifacht. Die Jagdstrecke bei den Wildschweinen stieg von etwa 42.000 Stück im Vorjahr auf jetzt rund 45.000 erlegte Tiere. Auch beim Reh- und Damwild ist die Jagdstrecke im Vergleich zum Vorjahr angewachsen: Auf 128.765 Rehe, was einer Steigerung um etwa fünf Prozent entspricht, und auf 12.717 Stücke Damwild, was einen leichten Anstieg zum Vorjahr widerspiegelt. Beim Muffelwild ging die Jagdstrecke im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwas zurück – und zwar auf 412.

Demgegenüber hat die Intensivierung der Landwirtschaft den Lebensraum für viele Niederwildarten zunehmend verschlechtert, insbesondere beim Fasan und beim Rebhuhn. Sie sind angewiesen auf eine reich strukturierte Landschaft mit Feldrainen oder Brachflächen. Während in den 1960er- und 1970er-Jahren beim Rebhuhn jährliche Jagdstrecken von 60.000 Tieren keine Seltenheit waren, verzichten die Jäger jetzt weitgehend auf die Bejagung des Rebhuhns.
„Wir haben in den vergangenen Jahren mit erheblichen Forschungsmitteln, finanziert aus der Jagdabgabe des Landes Niedersachsen, den Rückgang dieser Arten untersuchen lassen, um Ursachenforschung zu betreiben und Lösungsansätze zu finden. Klar ist, neben intensiver Bejagung der Beutegreifer sind auch lebensraumverbessernde Maßnahmen wie etwa Blühstreifen oder Rand- und Saumstrukturen wichtig“, sagte LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke.

Ein anderes Schwerpunktthema des aktuellen Landesjagdberichtes sind die die sogenannten Neozoen, also eingewanderte Tierarten wie Waschbären, Nutria oder Marderhunde, die sich stark vermehren und einheimische Tierarten teilweise verdrängen. Die starke Verbreitung der Nutria, einer aus Südamerika eingeschleppten Nagetierart, führt niedersachsenweit zu vermehrten Schäden an Bachläufen, Dämmen und Deichen. Die Bestandsreduzierung durch Abschuss ist daher zu intensivieren. Die Jagdstrecke bei Nutria hat sich von jährlich zuletzt 7.600 auf jetzt rund 10.400 Tiere und damit um 37 Prozent erhöht, beim Marderhund von etwa 2.400 auf jetzt 2.800 Tiere. Die in den 1980er-Jahren eingewanderten Marderhunde haben ihren Verbreitungsschwerpunkt insbesondere im Nordosten des Landes.


Die umfangreiche Wildtiererfassung der Landesjägerschaft Niedersachsen feiert jetzt ihr 25-jähriges Jubiläum. Sie basiert auf den Daten von mehr als 80 Prozent der landesweiten Jagdreviere und wird wissenschaftlich durch das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Tierärztlichen Hochschule Hannover durchgeführt und ausgewertet. Dieses niedersächsische Erfolgsmodell liefert unter anderem auch viele Zahlen, Daten und Fakten für den alljährlichen Landesjagdbericht.

 

 

 

Drittklässler der Grundschule Wingst ziehen die Gewinner des diesjährigen Preisrätsels der Jägerschaft Land Hadeln / Cuxhaven

 

dm/dez.2016    Neun Hegeringe und die AG „Junge Jäger“ der Jägerschaft Land Hadeln / Cuxhaven haben auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Aktionen im Rahmen der Initiative „Lernort Natur“ durchgeführt. So waren dies Besuche in Schulen und Schulklassen, Unterrichtsgänge mit Jägern ins Revier, Aktionen im Waldmuseum Wingst, Ferienpassaktionen der Gemeinden und Angebote zum „Natur erleben“ bei dörflichen Veranstaltungen.

 

Die Jägerschaft möchte bei Kindern das Naturverständnis mit realen Begegnungen wecken und ausbauen, denn aktiver Naturschutz durch die Erwachsenen von morgen setzt ein Verstehen natürlicher Beziehungen und Abläufe voraus. Den Grundstein dafür zu legen, sieht die Jägerschaft als eine wichtige Aufgabe an.

 

Das Preisrätsel gibt es schon seit 25 Jahren und hat ebenso wie die Aktionen nichts an Zuspruch verloren. Insgesamt haben in diesem Jahr 310 Kinder am Preisrätsel teilgenommen und es gab wieder schöne Preise zu gewinnen, wie z. B. Ferngläser, Bestimmungsbücher, Spiele, Taschenlampen, Schulutensilien und Rucksäcke .

 

Am 2. Dezember hatten sich der Vorsitzende der Jägerschaft Land Hadeln / Cuxhaven, Gerhard Klotz, der Schatzmeister Wilfried Weinert und der Kreisjägermeister Ahrend Müller in der Grundschule Wingst eingefunden, um zusammen mit den Kindern der Klasse 3a, der Klassenlehrerin Frau Naroska und der Schulleiterin Frau Cordes in der adventlich geschmückten Pausenhalle die vierzig Gewinner des diesjährigen Preisrätsels zu ermitteln.

 

Begeistert gingen die sechzehn Schülerinnen und Schüler ans Werk und erhielten schließlich als Dankeschön jeweils ein Malbuch und eine kleine Nikolausüberraschungstüte.

 

Donnernden Applaus gab es, als Frau Cordes aus dem großen Topf den Lösungsabschnitt ihrer Schule zog. Der Preis waren drei tolle Nistkästen, mit denen nun die bereits begonnene Nisthilfeaktion auf dem Schulgelände fortgesetzt werden kann.

 

Glücklicher Gewinner des ersten Preises ist Fabian Umlauf aus Steinau. Er hat ein Fernglas gewonnen. Den zweiten Preis, ebenfalls ein Fernglas, erhält Wendy Eberhard aus Mittelstenahe. Über den dritten Preis, eine Wolldecke mit einem tollen Tigermotiv, kann sich Alice Sophie Menzel aus Otterndorf freuen.

 

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Geflügelpest: Was Jäger wissen müssen

 

In vielen Teilen Deutschlands ist das Geflügelpest-Virus H5N8 bei verendeten Wildvögeln nachgewiesen worden. Zur Verhinderung der Einschleppung des Virus in Geflügelbestände sollten im Anschluss von Wasserfederwildjagden grundsätzlich keine Geflügelbetriebe aufgesucht werden bzw. die entsprechenden Hygienevorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Jäger unterstützen in Seuchenfällen bundesweit die Veterinärbehörden. Im DJV-Interview gibt das Friedrich-Loeffler-Institut wichtige Hinweise, wie Monitoring oder Probenahme korrekt durchzuführen sind. 

 

(Berlin, 24. November 2016)

DJV: Was sollten Jäger tun, wenn sie verendetes Wasserwild auffinden?

FLI: Menschen sollten tot aufgefundene Vögel nicht anfassen. Sie sollten den Fund der örtlichen Veterinärbehörde melden. Es liegt im Ermessen der zuständigen Behörden (in der Regel Landkreise und kreisfreie Städte), ob sie die Jägerschaft dazu auffordern, sie beim Sammeln toter Wildvögel zu unterstützen.

Wenn Wild eingesammelt werden soll, was ist zu beachten?

Im Ernstfall gibt die zuständige Veterinärbehörde klare Regeln vor, an die sich Jäger halten sollten. Grundsätzlich gilt: Kadaver sollten nur mit Handschuhen angefasst werden, etwa mit Einmalhandschuhen aus Nitril. Der Vogelkörper sollte in einen Müllbeutel überführt und dieser anschließend verschlossen werden. Ein Tyvek-Einmalschutzanzug dient bei Sammelaktionen dazu, vor einer Kontamination der Kleidung zu schützen und das Risiko einer Verschleppung des Erregers zu mindern.

 

Wie sollte zum Einsammeln genutzte Kleidung gesäubert werden?

Kontaminierte Kleidung sollte bei mindestens 60°C gewaschen und Gerätschaften sowie gebrauchte Schutzanzüge sollten z.B. mit Peressigsäure oder einem anderen geeigneten Desinfektionsmittel (www.desinfektion-dvg.de/index.php?id=1800) mit ausreichender Einwirkzeit behandelt werden. Einmal-Atemschutzmasken sind nach Gebrauch in einem Müllbeutel zu entsorgen. Das beim Bergen der Vögel getragene Schuhwerk ist zu reinigen und zu desinfizieren, bevor der Ort verlassen wird, an dem die Kadaver gesammelt wurden, um eine Verschleppung des Erregers zu vermeiden.

 

Besteht für Jäger, die Geflügel halten, ein besonderes Risiko?

Ja, in diesem Fall besteht ein großes Einschleppungsrisiko. Daher sollten insbesondere Geflügel haltende Jäger den Kontakt zu toten Vögeln meiden und sie nicht verbringen. Vor Betreten von Geflügelhaltungen müssen unbedingt die Biosicherheitsvorkehrungen beachtet werden, insbesondere das Anlegen von bestandseigener Schutzkleidung und ein Schuhwechsel. Die aktuellen Hinweise der DVG für Tierhalter sollten hierbei beachtet werden: www.desinfektion-dvg.de/index.php?id=2119

 

Wie können Jäger die örtlichen Behörden beim Monitoring unterstützen?

Jäger können die Behörden unterstützen, indem sie dem Veterinäramt Totfunde von Vögeln melden. Soweit die zuständige Veterinärbehörde es anordnet, kann die Entnahme von Tupferproben aus Rachen und Kloake (kombinierter Tupfer) von geschossenen Wasservögeln das aktive Monitoring (Untersuchung von gesunden oder gesund erlegten Vögeln) unterstützen. Die Proben sollten flüssigkeitsdicht und gekennzeichnet (Name des Einsenders, Datum und Fundort) an das Veterinäramt geschickt werden.

 

Weitere Informationen:

Aktuelle Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Institutes (Stand: 18. November 2016): http://bit.ly/2fR83Ph

DJV-Pressemeldung

Neue Monitoring-Regelung für Schweinepest


Die für Haus- und Wildschweine tödliche Afrikanische Schweinepest (ASP) wandert in Polen westwärts. Das
Bundeslandwirtschaftsministerium fordert Jäger zur Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern auf.


(Berlin, 17. November 2016) Ab sofort gilt die neue „Schweinepest-Monitoring-Verordnung" des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Diese regelt Abläufe und Zusammenarbeit zwischen Jägern, Landwirten, Veterinären und Behörden im Monitoring der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowie der klassischen Schweinepest (KSP). Sie verpflichtet Jäger (§2 Duldungs- und Mitwirkungspflichten) zur Kooperation mit den örtlichen Veterinärämtern. "Jäger haben eine große Verantwortung, wenn es um die Prävention und Bekämpfung von Tierseuchen bei Wildtieren geht
und verfügen aufgrund ihrer Ausbildung über die notwendigen Kenntnisse", sagt Dr. Wolfgang Bethe, Veterinär und Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV). "Wir arbeiten bundesweit flächendeckend eng mit den Veterinärbehörden zusammen."


Demnach sind Jagdausübungsberechtige "nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde" aufgerufen, Proben zu entnehmen - und zwar bei verendet aufgefundenen und erlegten Wildschweinen mit erkennbaren krankhaften Auffälligkeiten. Diese sollen mit Angabe zu Erlegungs- oder Fundort und den festgestellten Auffälligkeiten der zuständigen
Behörden zugeleitet werden. Im Rahmen des jeweiligen Monitorings können das Tupfer-, Blut- oder Organproben sein.

 

Die aktuelle "Verordnung zur Durchführung eines Monitorings auf das Virus der Klassischen und der Afrikanischen Schweinepest bei Wildund Hausschweinen (Schweinepest-Monitoring-Verordnung – SchwPestMonV) vom 9. November 2016" wurde am 16. November im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 53 auf der Seite 2518 veröffentlicht.

 

Eine aktuelle Übersicht über gemeldete Fälle von ASP in Osteuropa
finden Sie hier.


Was ist Schweinepest?


PDF Schweinepest-Monitoring-Verordnung

Änderung des Bundesjagdgesetzes tritt in Kraft

 

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt: Einsatz von halbautomatischen Langwaffen wieder erlaubt.

 

(Berlin, 08. November 2016). Die Änderung des Bundesjagdgesetzes zur Verwendung von halbautomatischen Langwaffen mit wechselbarem Magazin wird am 9. November 2016 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt am 10. November 2016 in Kraft. Der neue § 19 Absatz 1 Nr. 2 Buchstabe c lautet: „Verboten ist, mit halbautomatischen Langwaffen, die mit insgesamt mehr als drei Patronen geladen sind, sowie mit automatischen Waffen auf Wild zu schießen“.

 

Die Änderung war notwendig geworden, nachdem das Bundesverwaltungsgericht in zwei Urteilen vom 7. März 2016 die Verwendung von halbautomatischen Waffen mit austauschbarem Magazin bei der Jagd für unzulässig erklärt hatte. Das Urteil hatte für erhebliche Verunsicherung bei Jägern und Waffenbehörden gesorgt. Der Gesetzgeber hat zügig reagiert und stellt jetzt wieder Rechtssicherheit für Besitzer von halbautomatischen Langwaffen mit Wechselmagazin her.

 

Die Allianz der im Forum Waffenrecht zusammengeschlossenen Verbände von Bund der Militär- und Polizeischützen (BdMP), Bund Deutscher Sportschützen (BDS), Deutscher Jagdverband (DJV), Deutsche Schießsport Union (DSU), Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM) und Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) sowie der Deutsche Schützenbund (DSB) begrüßen die Regelung ausdrücklich.

Gültig für Cuxhaven und Umzu !!!

 

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Wolfbegegnung - Was nun? Leben mit dem wilden Heimkehrer.

Sachliche Tipps im Umgang mit dem Wolf.

Auf seinen eigenen Pfoten kehrt der Wolf, ein einst hierzulande ausgerottete Tierart, nach Deutschland zurück. Er bereichert unsere Natur, benötigt jedoch keine Wildnis. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass er auch in der europäischen Kulturlandschaft zurechtkommt.

 

Die Rückkehr dieser Tierart polarisiert. Generell gilt: Der Wolf ist eine streng geschützte, immer noch gefährdete Tierart, die es europaweit zu schützen gilt und von der es in ganz Deutschland derzeit nur relativ wenige Individuen gibt. Der beiliegende Flyer beantwortet einige grundsätzliche Fragen, um Ihnen den souveränen, sachlichen Umgang mit dem Wolf zu erleichtern.

Aktualisiert

24.05.2017

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