Jagd immer beliebter

 

384.428 Menschen in Deutschland haben mittlerweile einen Jagdschein. 2018 gab es die meisten neuen Jäger in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die meisten Jäger pro Einwohner lebten in Schleswig-Holstein.

 

 

 djv-pressegrafik

 

15.Januar 2019 (DJV) Berlin

Im Jahr 2018 hatten 384.428 Personen einen Jagdschein, das sind seit der Wiedervereinigung 73.171 mehr Waidfrauen und -männer - das entspricht einem Plus von 24 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr kamen 2018 in Rheinland-Pfalz 1.641 Jagdscheinbesitzer hinzu. Das Bundesland Baden-Württemberg schafft es mit 1.271 neuen Jägern auf Platz zwei.Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute veröffentlicht anlässlich der „Jagd und Hund“, Europas größter Jagdmesse.

 

Im Vergleich der absoluten Jägerzahlen führt Nordrhein-Westfalen mit 88.706 Jägerinnen und Jägern. Anteilig leben die meisten Jäger pro Einwohner in den nördlichen Bundesländern: Schleswig-Holstein hat mit einem Jäger pro 126 Einwohner Mecklenburg-Vorpommern überholt, wo jeder 128. einen Jagdschein besitzt. Niedersachen ist Drittplatzierter, dort kommt ein Jäger auf 132 Einwohner.

 

Knapp ein Viertel aller Teilnehmer der Jägerausbildung sind laut DJV-Statistik Frauen. Der Anteil von Jägerinnen in Deutschland liegt bei 7 Prozent. 41 Prozent der Jägerschaft engagieren sich ehrenamtlich im Umwelt- und Naturschutz, dabei Frauen öfters als Männer.

 

Tierrechtsorganisation diffamiert

Nachhaltigkeitsprojekt der Jäger

 

Die Tierrechtsorganisation „Aktionsbündnis Fuchs“ versucht mit pseudowissenschaftlichen Argumenten die nachhaltige Ressource Pelz sowie das Projekt „Fellwechsel“ des Deutschen Jagdverbandes zu diffamieren und macht dabei nur eins: Sie wärmt längst widerlegte Argumente auf.

13. Dezember 2018 (DJV) Berlin      

Die Organisation „Aktionsbündnis Fuchs“ echauffiert sich und nutzt alte und längst widerlegte Argumente gegen die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen: Tierleidfrei sei kein Pelz, die Natur regele sich selbst und die Jagd auf Füchse sei unnötig. Dabei verschließt die Organisation offenbar die Augen vor der Realität: Die Artenvielfalt in der Offenlandschaft ist in den vergangenen zwanzig Jahren dramatisch zurückgegangen. Eine intensivierte Flächennutzung und die Zunahme anpassungsfähiger Raubsäuger - allen voran Fuchs, Waschbär und Marderhund - sind die Hauptgründe. Zudem hat die Immunisierung der Fuchsbestände gegen die Tollwut ein natürliches Regulativ ausgeschaltet. In Folge hat sich die Fuchspopulation in den vergangenen dreißig Jahren verdreifacht. Eine Bejagung von Raubsäugern ist notwendig, insbesondere für den Artenschutz.

 

„Alle reden derzeit von Plastikmüll in den Weltmeeren und gleichzeitig bleibt eine wunderbare, natürliche Ressource größtenteils ungenutzt“, sagt Dr. Jörg Friedmann vom DJV-Präsidium. „Fakt ist: Kunstpelze werden aus Erdöl hergestellt und sind schwer abbaubar.“ Von dem maßgeblich durch Tierschutzorganisationen initiierten Werteverfall für jegliche Art Pelz Anfang der 1990er Jahre waren auch jagdlich erlegte Bälge betroffen. Immer weniger Felle wurden zu Gerbereien und Kürschnern gebracht. „Das ist sehr schade, denn Pelz ist auch nur Leder mit Haaren und die Tiere werden im Rahmen des Artenschutzes ohnehin erlegt“, so Friedmann. Aus diesem Grund haben DJV und Landesjagdverband Baden-Württemberg die Fellwechsel GmbH ins Leben gerufen. Sie baut eine Logistikkette für die hochwertige Verwertung von jagdlichen Bälgen auf und ermöglicht eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Die Felle werden zudem chromfrei gegerbt.

 

Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt nicht wie behauptet die Fellwechsel GmbH, sondern ein nachhaltiges Management invasiver Arten. Deutschland ist im Rahmen der „EU-Verordnung zum Management invasiver Arten“ verpflichtet, Waschbär, Mink und Co. stark zu reduzieren. Sachsen-Anhalt hat in Kooperation mit dem Landesjagdverband beschlossen keine Erlegungsprämien pro Einzeltier wie üblich zu zahlen. „Wir streben eine ganzheitliche Nachhaltigkeit an“, sagt Dr. Heinrich Jordan, Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt. „Das Land unterstützt die Jägerschaft mit Kühlkapazitäten für eine optimale Logistikkette. Wenn unsere Jäger wissen, dass sie für Artenschutz und Ressourcennutzung jagen, dann ist das ein zusätzlicher Anreiz.“ Außerdem werde so ein jahrhundertealtes, heimisches Handwerk unterstützt.

 

Das Aktionsbündnis Fuchs argumentiert, dass immer mehr Kaufhäuser Pelz aus dem Programm nehmen würden, weil eine Nutzung der tierischen Ressource unverantwortlich sei - egal aus welcher Quelle sie käme. „Das ist nicht nur schlichtweg falsch, sondern auch gelogen: Pelz boomt“, sagt Jörg Friedmann. Zwischen 2005 und 2015 haben sich die Umsätze der europäischen Pelzbranche von 3,6 auf sieben Milliarden nahezu verdoppelt. Mit Fellwechsel und dem vom deutschen Kürschnerbund initiierten Label „weprefur“ ist es möglich, Verantwortung für Tier- und Ressourcenschutz zu zeigen. „Mit Nachhaltigkeit hat Kunstpelz nichts zu tun.“ Ein echter Pelz hingegen kann bis zu drei Generationen halten, umgenäht werden und ist leicht kompostierbar.

 

„Wenn wir in den heutigen Zeiten von Artenschwund, Tierwohl und Ressourcenverschwendung eins nicht gebrauchen können, dann ist das manipulative Naturromantikpropaganda“, sagt Friedmann. „Wer wirklich etwas für nachhaltigen Konsum, Tier- und Naturschutz sowie Artenvielfalt tun möchte und sich in seiner Region einsetzen will, wird Jägerin oder Jäger.“

Wildbret-Abgabe: die meisten Jäger fallen nicht unter das Verpackungsgesetz

Das vom DJV in Auftrag gegebene Gutachten bestätigt, dass nur Jäger vom neuen Verpackungsgesetz betroffen sind, die gewerbsmäßig mit Wildbret handeln. Dennoch gibt es einige wichtige Dinge zu beachten.

 

Das Verpackungsgesetz löst zum Jahreswechsel die bislang geltende Verpackungsverordnung ab. (Quelle: DJV)
Das Verpackungsgesetz löst zum Jahreswechsel die bislang geltende Verpackungsverordnung ab. (Quelle: DJV)

Das neue Verpackungsgesetz, das zum 1. Januar 2019 in Kraft tritt, bringt auch für einige Jäger neue Pflichten mit sich. Zunächst bestanden noch erhebliche Unsicherheit darüber, wer von dem Gesetz betroffen ist. Jetzt bestätigt ein Verpackungsrechtsexperte in einem vom DJV in Auftrag gegebenen Gutachten: Jäger, die Wildbret verpackt - etwa vakuumiert - abgeben, handeln nicht „gewerbsmäßig“, wenn sie keine Gewinne aus der Jagd erzielen. Demnach sind sie vom kommenden Verpackungsgesetz nicht betroffen und müssen sich nicht registrieren.

 

Vor allem land- oder forstwirtschaftliche Betriebe, bei denen die Jagd ein Teil des Betriebes ist, fallen grundsätzlich in den Anwendungsbereich des Verpackungsgesetzes. Diese Betriebe können in vielen Fällen aber sogenannte „Serviceverpackungen“ verwenden und damit die Registrierungspflicht vermeiden.

 

Der DJV hat sein Frage-Antwort-Papier zum Thema aktualisiert. Dort finden Jäger detaillierte Antworten zur möglichen Registrierungspflicht.

 

Das Verpackungsgesetz löst zum Jahreswechsel die bislang geltende Verpackungsverordnung ab. Neu ist unter anderem eine Registrierungspflicht für Hersteller von verpackten Produkten. Diese müssen sich (wie bisher) an einem „dualen System“ zur Entsorgung der Verpackung beteiligen.

Verpackungsgesetz bringt neue Pflichten bei der Wildbretvermarktung

 

Ohne Registrierung darf verpacktes Wildbret ab 1. Januar 2019 nicht mehr verkauft werden.

 

untitled-182

Ab dem 1. Januar 2019 bringt das Verpackungsgesetz neue Pflichten für Wildbretanbieter mit sich. (Quelle: DJV)

Das neue Verpackungsgesetz bringt auch für viele Anbieter von Wildbret ab 1. Januar 2019 neue Pflichten mit sich. Auch bislang schon mussten nach der Verpackungsverordnung alle Hersteller verpackter Produkte für die Entsorgung ihrer Verpackungen einstehen. In der Regel erfolgt dies über die Beteiligung an einem „dualen System“ (z.B. Grüner Punkt). Zu den „Herstellern“ gehören auch Jäger, die Wildbret verpackt (z.B. vakuumiert) an Endverbraucher, Gastronomie oder Einzelhandel abgeben. Nicht als Hersteller im Sinne der Verpackungsverordnung gilt, wer Wild nur unverpackt (z.B. in der Decke) an Gastronomie, Einzelhandel, Verbraucher und Wildhändler abgibt.

 

Neu ab 2019 ist, dass alle „Hersteller“, sich im Verpackungsregister eintragen lassen und angeben müssen, an welchem dualen System sie sich beteiligen. Ziel der Regelung sind mehr Transparenz und eine Erhöhung der Recyclingquote durch eine bessere Erfassung aller Hersteller von verpackten Produkten. Die Registrierung erfolgt online unter www.verpackungsregister.de und ist auch jetzt schon möglich. Ohne Registrierung dürfen ab dem 1.1.2019 keine (verpackten) Produkte mehr an den Endverbraucher, Gastronomie usw. abgegeben werden. Der Verstoß dagegen kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Eine Ausnahmevorschrift für Kleinunternehmen gibt es nicht. Wer als Jäger Wildbret verpackt (z.B. vakuumiert) an Endverbraucher, Gastronomie usw. abgibt, muss daher einen Vertrag mit einem dualen System abgeschlossen haben und spätestens ab Januar als „Hersteller“ im Verpackungsregister registriert sein.

 

Zum Verpackungsregister gibt es weitere Informationen unter www.verpackungsregister.de. Speziell zu den für Jäger relevanten Aspekten laufen noch Beratungen unter den DJV-Fachleuten. Nähere Informationen gibt es ab Mitte November unter www.wild-auf-wild.de.

West-Nil-Virus:

 

Erste Fälle der afrikanischen Tierseuche in Deutschland

 

Seit Ende August 2018 steht fest, dass das ursprünglich aus Afrika stammende West-Nil-Virus Deutschland erreicht hat. Speziell Greif- und Rabenvögel scheinen für das Virus empfänglich zu sein. Aktuell wurde die Krankheit auch erstmals bei einem Menschen in Deutschland festgestellt. DFO und DJV fordern zu erhöhter Wachsamkeit auf und geben Tipps zur Erkennung und im Umgang mit tot aufgefundenen Vögeln.

 

Apathie, Gewichtsverlust, Blindheit, Tod: Was Ende August mit einem eingegangenen Bartkauz aus Halle (Saale) begann, wird von Falknern in Deutschland mit Sorge betrachtet. Die Eule ist nachweislich am West-Nil-Virus (WNV) gestorben. Empfänglich für das erstmals 1937 in Uganda nachgewiesene Virus sind anscheinend vor allem Greifvögel, Eulen und Rabenvögel. In Bayern ist ein Tierarzt wenige Tage nach der Obduktion eines Bartkauzes an West-Nil-Fieber erkrankt, mittlerweile aber wieder genesen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgte die Übertragung des Virus durch direkten Kontakt mit erregerhaltigen Körperflüssigkeiten des verendeten Vogels. Der Deutsche Falkenorden (DFO) und der Deutsche Jagdverband (DJV) weisen darauf hin, dass tot aufgefundene Vögel mit unklarer Todesursache nur mit Handschuhen angefasst, in Plastiktüten auslaufsicher verpackt und an die zuständigen Veterinäruntersuchungsämter weitergeleitet werden sollten. Da es sich bei WNV bei Vögeln um eine anzeigepflichtige Tierseuche handelt, müssen bereits bei Verdachtsfällen die Veterinärbehörden informiert werden. Tot aufgefundene Wildvögel können auch per App an das Tierfundkataster (www.tierfund-kataster.de) des DJV übermittelt werden. 

 

Aktuell berichten deutsche Medien, darunter das Spiegel-Magazin, von mehreren nachgewiesenen Fällen des WNV in Deutschland: allesamt Bartkäuze, Amseln und Habichte. Anders als die Bartkäuze, die aus Wildparks stammen, handelt es sich bei den Amseln und dem Habicht um tot aufgefundene Wildvögel. Die Untersuchung durch das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) ergaben bisher bereits über zehn positive WNV-Nachweise bei Vögeln aus Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg, Berlin, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. In einer Meldung aus Tschechien an den DFO ist von acht Todesfällen und fünf schweren Erkrankungsfällen bei Beizhabichten durch WNV innerhalb von nur zwei Wochen die Rede.

In Europa trat das Virus erstmals Anfang der 1960er Jahre in Frankreich auf und hat sich seitdem im gesamten Mittelmeerraum etabliert. Regelmäßig werden vor allem aus süd- und südosteuropäischen Ländern Krankheitsfälle gemeldet. Auch Menschen und Pferde können sich infizieren und erkranken. In den USA tritt das Virus seit 1999 auf und sorgt unter Greifvögeln wie Weißkopfseeadlern, Buntfalken und amerikanischen Sperbern für teils hohe Verluste. Auch Kondore sind betroffen. Als Hauptüberträger gelten Stechmücken und in einigen Fällen auch Zecken.

 

Die meisten infizierten Vögel entwickeln keine klinisch sichtbare Erkrankung (subklinische Infektion). Bei klinisch erkrankten Vögeln können Apathie, Störungen des Nervensystems sowie Blindheit und Gleichgewichtsstörungen festgestellt werden. Greifvögeln und Eulen, Rabenvögel wie Krähen oder Elstern und Gänse zählen zu den Vogelgruppen, bei denen regelmäßig schwere und teils tödlich verlaufenden Erkrankungen durch WNV beschrieben werden. Eine Infektion bei Menschen äußert sich in grippeähnlichen Symptomen, wodurch eine Erkrankung bis heute meist erst spät und generell nur selten erkannt wird. Die Infektionen verlaufen laut Robert-Koch-Institut überwiegend klinisch unauffällig. 

 

Im Interview mit Dr. Dominik Fischer, Fachtierarzt für Reptilien und für Wirtschafts-, Wild- und Ziergeflügel an der Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fischer der Justus-Liebig-Universität Gießen, beleuchten DFO und DJV weitere Hintergründe des West-Nil-Virus und liefern Empfehlungen für die Betreiber von Auffangstationen, Falkner, Jäger und andere Naturschützer.

 

DFO/DJV: Greifvogel gefunden- was tun?

 

Dr. Dominik Fischer: Wichtig ist, ruhig zu bleiben. Lässt sich ein Vogel greifen, dann tut man das aus Gründen des Eigenschutzes am besten unter Zuhilfenahme einer Jacke oder Decke und befördert den Patienten in einen Umzugskarton zum nächstmöglichen, vogelkundigen Tierarzt. Tote Vögel sollte man nur mit Handschuhen anfassen. Traut man sich einen Transport selbst nicht zu, meldet man ein solches Tier am besten der zuständigen Behörde - also den Veterinärämtern, Forstämtern oder Naturschutzbehörden. Auch Jagdpächter, Falkner oder deren Auffangstationen sind gute Adressen, wenn es um hilfsbedürftige Vögel geht. Der Grund für die Erkrankung bzw. den Tod eines Vogels muss nicht zwangsweise eine Seuche sein, sondern kann auch alltägliche Gründe wie die Kollision mit einer Scheibe oder einem Auto haben. Auch Vergiftungen sind denkbar. Allerdings ist in Anbetracht der potentiellen Gefahr einer Infektionskrankheit des Tieres die Einhaltung hygienischer Grundsätze dringend zu empfehlen. Dies beinhaltet die Entsorgung von Einmalgegenständen (z.B. Einmalhandschuhe und Karton) sowie die gründliche Reinigung und Desinfektion der Hände und aller Kontaktflächen. Eine Liste mit geprüften Desinfektionsmittel findet man auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts sowie der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG), wobei man im Falle von WNV unter der Kategorie „behüllte Viren“ nachschlagen sollte.

 

Das West-Nil-Virus ist recht neu. Besteht jetzt Grund zur Panik?

 

Erstmal nein. Bis dato gibt es erste bestätigte Fälle des WNV in Deutschland und es werden spätestens in den nächsten Jahren noch einige Folgen. WNV hat sich in benachbarten Ländern bereits seit längerem etabliert und es war nur eine Frage der Zeit bis es in Deutschland ausbricht. Für Auffangstationen und Falkner rate ich zur Ergreifung vorbeugender Maßnahmen: Behältnisse mit Regenwasser nicht stehen lassen und Wasser regelmäßig tauschen. Damit soll vermieden werden, dass Stechmücken als Hauptüberträger des WNV ihre Eier ablegen und sich vermehren können. Außerdem sollten Haltungseinrichtungen wie Kammern, Flugdrahtanlagen oder Volieren mit mückensicheren Netzen abgehangen werden. Das Absammeln von Zecken ist ohnehin immer ratsam.

 

Hat der Sommer 2018 die Verbreitung des Virus begünstigt?

 

Das ist anzunehmen. Auch wenn Niederschläge rar waren - Teiche, Gräben und andere stehende Gewässer sind nicht ausgetrocknet, wodurch die Mücken ideale Brutbedingungen hatten. Je mehr Mücken desto mehr potentielle Zwischenwirte („Vektoren“) und desto höher das Übertragungsrisiko. Dieses sinkt jedoch meist zum Winter hin rapide ab. Da das Virus in seinen Wirten überwintern kann, ist die Gefahr in Deutschland jedoch nach wie vor da. Wärmephasen auch im Winter sorgen dafür, dass Stechmücken fliegen und aktuell ein Restrisiko besteht.

 

Können erkrankte Wildvögel behandelt werden? Können Beizvögel von Falknern prophylaktisch behandelt werden?

 

Auch wenn es keine kausale Therapie gegen diese Viruserkrankung gibt, so kann versucht werden erkrankte Tiere symptomatisch zu behandeln, was aber meist eine intensiv-medizinische Betreuung notwendig macht. Diese Patienten benötigen Infusionen, entzündungshemmende Medikamente, meist eine Zwangsernährung und müssen ruhig untergebracht werden. Ein Therapieerfolg kann keinesfalls garantiert werden, da er sich maßgeblich nach der individuellen Abwehrlage und Konstitution des Tieres richtet. Studien an Großfalken haben ergeben, dass eine Impfprophylaxe mit verschiedenen Impfstoffen bei Greifvögeln möglich ist. Jedoch müssen hierfür Pferdeimpfstoffe durch den Tierarzt für die betreffende Vogelart umgewidmet werden. Ich empfehle jedoch unabhängig davon hohe Hygienestandards im Umfeld von Stationen und Haltungseinrichtungen anzusetzen und auch bei der Beizjagd klinisch verdächtige Beutevögel zu meiden.

Die dunkle Seite der Tierrechte

 

Menschenrechte für Tiere? Zum Bundesjägertag veröffentlicht der DJV ein Comic, das Konsequenzen von gefährlichen Allmachtsphantasien zeigt. Gegen radikale Tierrechtler im Internet geht der Dachverband der Jäger derzeit vor.

 

http://newsletter.jagdverband.de/system/assets/3285/original/comic_tierrechte_djv.jpg

 

(link zum Comic)

 

 

 

Foto: Dieter Müller, JLHC

 

Jägerschaft Land Hadeln / Cuxhaven  - Freisprechung der Jungjägerinnen und Jungjäger des Lehrgangs 2017/2018

 

 

 

Gemeinsam mit den Lehrgangsabsolventinnen und  -absolventen der Jägerschaft Wesermünde-Bremerhaven  feierten die frischgebackenen Jungjägerinnen und Jungjäger der Jägerschaft Land Hadeln/Cuxhaven e. V.  am 27. April  in der Gaststätte Büttelmann  in Wollingst ihren Abschluss.

 

Ungefähr 8 Monate anstrengende Ausbildungszeit lagen nun hinter den Jungjägerinnen und Jungjägern. Dies bedeutete viele Unterrichtstunden während der Woche neben den beruflichen Verpflichtungen der Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer.  Zusätzlich an den Wochenenden lag die Schießausbildung, es wurden Exkursionen durchgeführt und es bestand die Möglichkeit zur Teilnahme an Drückjagden.   Hier waren besonders das Verständnis und die Opferbereitschaft der Familienangehörigen gefragt. Schließlich musste noch die mehrtägige staatliche Prüfung absolviert werden. Dies war nun alles glücklich überstanden.

 

Die Prüfungszeugnisse  und Jägerbriefe wurden den Lehrgangsabsolventinnen und –absolventen  vom Kreisjägermeister Ahrend Müller, Frau Steffens  als Vertreterin der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Cuxhaven  und vom 1. Vorsitzenden  der Jägerschaft Land Hadeln / Cuxhaven, Gerhard Klotz, unter dem Beifall der Anwesenden überreicht.

Als Lehrgangsbeste erhielt Merle Glüsing eine Einladung zu einer Ansitzjagd.

 

Die Teilnahme am zeitaufwändigen  Jägerlehrgang sei die richtige Entscheidung gewesen, so der Lehrgangsleiter Gerhard Klotz. Eine fundierte Ausbildung sei die wichtigste Voraussetzung für ein gutes Jägerleben. Nicht das Schießen stehe im Vordergrund, sondern dem Jäger müsse die Verantwortung für die Kreatur und seine Verpflichtung als Naturschützer jederzeit bewusst sein.

 

Ähnliche Worte fand auch der Kreisjägermeister Ahrend Müller, indem er die Jungjägerinnen und Jungjäger zu waidgerechtem Handeln aufrief. Eine gute Jagd setze immer die Übereinstimmung von Kopf und Herz voraus. Der Kreisjägermeister gratulierte schließlich den Jungjägerinnen und Jungjägern zur bestandenen Prüfung, wünschte guten jagdlichen Anschluss  und dankte den Ausbildern und Prüfern für deren vorbildliche und ausgezeichnete Arbeit. Einen besonderen Dank richtete er an die zahlreichen  Jagdhornbläserinnen und –bläser, die für den feierlichen musikalischen Rahmen der Veranstaltung gesorgt hatten.

 

Lehrgangssprecherin  Christina Schmidt  ließ noch einmal die anstrengende Ausbildungszeit Revue passieren, betonte aber auch, dass der Humor nie zu kurz gekommen sei  und bedankte sich herzlich bei allen Ausbildern. Außerdem wurden den freudig überraschten  Ausbildern auch noch treffend ausgesuchte Präsente überreicht.

 

Die Jägerprüfung haben bestanden:  Axel Schütt, Malte Klimmek, Marc Lühr, Tristan Klose, Christina Schmidt, Ralf Dohrmann, Sören Makel, Merle Glüsing, T. Makel, A. Golinski, Thorsten Schütt, Sascha Bremer.

 

Dieter Müller, Schriftführer der JS  Land Hadeln /Cuxhaven e. V.

 

 

Was tun, wenn es kracht?

 

Etwa alle zweieinhalb Minuten kollidiert laut DJV-Wildunfallstatistik ein Wildtier mit einem Auto. Wie lassen sich Wildunfälle vermeiden? Was bedeutet die Geschwindigkeit für den Bremsweg? Der Deutsche Jagdverband berät auf der Grünen Woche und beantwortet Fragen zu Wild, Jagd und Natur.

 

(Berlin, 15. Januar 2018) Etwa 228.550 Rehe, Hirsche und Wildschweine haben im Jagdjahr 2015/16 ihr Leben auf Deutschlands Straßen gelassen - Tendenz steigend. Mehr Verkehrsaufkommen, kleinere Lebensräume und gewachsene Wildtier-Bestände durch ein Übermaß an Nahrung sind einige der Ursachen. Wie Wildunfälle durch richtiges Fahr- und Bremsverhalten vermieden werden können, erläutert der Deutsche Jagdverband (DJV) an seinem Stand in Halle 4.2 ab Freitag auf der Internationalen Grünen Woche, der weltweit größten Verbrauchermesse. Besucher können beispielsweise mit einem Bremssimulator ihr Reaktionsvermögen in einer Gefahrensituation testen und verbessern. Experten erklären, wann die Wildunfallgefahr am größten ist.

 

Zudem stellt der Verband das digitale Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) vor, dass im Straßenverkehr getötete Wildtiere erstmals bundesweit erfasst. So können Wildunfall-Schwerpunkte entdeckt und Straßen sicherer gemacht werden.

Projekt Fellwechsel gestartet

 

Das von LJV Baden-Württemberg und DJV initiierte Projekt Fellwechsel ist in die erste Saison gestartet. Raubwildbälge können ab sofort für die Fellwechsel GmbH gesammelt werden. Die Verbände informieren, wie Jägerinnen und Jäger das Projekt unterstützen können. (link vollständiger Artikel)

DJV-Pressemeldung

Von Spatzen und Katzen


Ausgesetzte Haustiere richten in der Tierwelt oft erheblichen Schaden an. Der DJV appelliert zum Internationalen Tag der Katze am 8. August 2017 an das Verantwortungsbewusstsein von Haustierhaltern.


(Berlin, 7. August 2017) Etwa 2 Millionen streunende, besitzerlose Katzen gibt es in Deutschland nach Angaben von Tierschutzverbänden. In der Urlaubszeit landen besonders viele Haustiere auf der Straße. Teilweise müssen diese dann unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen in freier Wildbahn ihr Leben fristen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) betont, dass nicht nur die Haustiere selbst leiden, sondern auch die heimische Tierwelt: Nach Hochrechnungen auf Basis mehrerer Studien fallen mindestens 14 Millionen Singvögel in Deutschland verwilderten Hauskatzen zum Opfer. Diese machen nur ein Viertel der Beute aus; hinzu kommen 70 Prozent kleine Säuger und zahlreiche Reptilien.


Der DJV fordert aus Tier- und Artenschutzgründen eine bundesweite Melde- und Kastrationspflicht für Hauskatzen nach dem Vorbild des Paderborner Modells. Auf diese Weise soll eine unkontrollierte Fortpflanzung von Freigängern mit verwilderten Artgenossen verhindert werden. Der Nachwuchs wird meist unentdeckt großgezogen, die Hauskatzen verwildern. Katzen paaren sich durchschnittlich zwei mal im Jahr. Überleben pro Wurf etwa drei Junge, resultieren aus einem Hauskatzenpärchen in sieben Jahren etwa 420.000 Nachkommen (lineares Modell).


Tierhalter verstoßen gegen das geltende Tierschutzrecht, wenn sie ihre Schützlinge einfach aussetzen. Der DJV empfiehlt, frühzeitig die Versorgung der Haustiere während der Urlaubszeit sicherzustellen. Wer ein herrenloses Tier findet, sollte das Ordnungsamt oder die Polizei informieren. Alternativ können Fundtiere in Tierheimen abgegeben werden.

 

katze-6-quelle-djv-min

 

Nicht nur Feldhasen, sondern auch andere kleine Säugetiere fallen wildernden Hauskatzen zum Opfer.

 

Quelle: DJV

Wolfbegegnung - Was nun? Leben mit dem wilden Heimkehrer.

Sachliche Tipps im Umgang mit dem Wolf.

Auf seinen eigenen Pfoten kehrt der Wolf, ein einst hierzulande ausgerottete Tierart, nach Deutschland zurück. Er bereichert unsere Natur, benötigt jedoch keine Wildnis. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass er auch in der europäischen Kulturlandschaft zurechtkommt.

 

Die Rückkehr dieser Tierart polarisiert. Generell gilt: Der Wolf ist eine streng geschützte, immer noch gefährdete Tierart, die es europaweit zu schützen gilt und von der es in ganz Deutschland derzeit nur relativ wenige Individuen gibt. Der beiliegende Flyer beantwortet einige grundsätzliche Fragen, um Ihnen den souveränen, sachlichen Umgang mit dem Wolf zu erleichtern.

Aktualisiert

19.01.2019

Startseite

- Jagd immer beliebter

 

Service & Termine

- DJV Newsletter 1-3

 

Die Jägerschaft

- Projektleiter Jagdhorn

 

 



Gänse Sommerzählung 2018




Anregungen und Hinweise zu den Seiten der Jägerschaft Land Hadeln/Cuxhaven e.V. richten Sie bitte an email