Nindorf. Fragen zur aktuellen Jagdpolitik und Sachstandsberichte über die Jagdreviere in der Südbörde Lamstedt standen auf der Jahreshauptversammlung des Hegering 2 zur Debatte. Hegeringleiter Klaus-Dieter Hoops berichtete über jagdliche Geschehnisse des letzten Jagdjahres und informierte die Anwesenden über die bestehende Gesetzeslage. „Wir hatten in den Revieren mit dem Hasensterben und der Vogelgrippe zu tun. Auch der Einfluss von den Wölfen ist zu merken, denn das Schalenwild ist deutlich weniger geworden“ berichtete der HL Hoops, „wir sind gespannt, wie es weitergeht.“ Positive Bilanz konnten die Jäger beim Erlegen von Raubwild verzeichnen. Es wurden 110 Füchse, 23 Marder und 25 Dachse geschossen. Dazu kamen 15 Marderhunde, 99 Nutrias und 162 Rabenkrähen. Die Jäger hatten im letzten Jahr wieder erfolgreich zwei Ferienpassaktionen ausgerichtet.
Den teilnehmenden 50 Kindern wurde ein spannender Zugang zur Natur, dem Wild und der Jagd ermöglicht. Die sehr guten Schießergebnisse auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene gab der Obmann Günter Heinbockel bekannt. Es gab insgesamt für Mannschaft- und Einzelwertungen zehn Erstplatzierungen, dreizehn 2. Plätze und viermal wurde Platz 3 belegt. Besondere Platzierungen bei der Landes- und Bundesmeisterschaft erreichten die Schützen Dieter Müller und Günter Heinbockel. Sie waren bei allen Schießwettbewerben sehr erfolgreich und sicherten sich die besten Plätze in den einzelnen Klassen. „Ihr seid das Aushängeschild für unseren Hegering 2,“ erklärte HL Klaus-Dieter Hoops und hofft auf weitere Siege in diesem Jahr. Obmann für Hundewesen Mike Franetzki berichtete umfangreich über die Arbeit und Ausbildung der Jagdhunde.
Im Revier Nindorf gibt es seit letztem Jahr wieder einen Hund, der erfolgreich die Brauchbarkeitsprüfung bestanden hat. Hundeführerin Leonie Sticht hatte ihre Hündin hervorragend ausgebildet. Den 1. Preis auf der VGP belegte, die von Mike Franetzki geführte Hündin „Jule vom Hollbäck“. Naturschutzbeauftragter Bertold Hudaff informierte über die starke Vermehrung der Gänse, die die Flächen abgrasen und für Unruhe sorgen. Auch die Nutrias Population ist angestiegen. Die Nagetiere treiben in den Revieren ihr Unwesen. Der stellvertretende Vorsitzende der Jägerschaft Cuxhaven/Hadeln Olaf Mohr informierte über den neusten Stand der Aufnahme der Wölfe ins Jagdrecht und über den positiven Einsatz von Drohnen in den Revieren zur Kitzrettung. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Thomas Söhl ausgezeichnet. Den musikalischen Rahmen der JHV übernahmen die aktiven Jagdhornbläser des Hegering 2.
Text und Foto: Elke Morjan/Armstorf

