17.12.2021

Aus Sachsen und Brandenburg wurden vergangene Woche 39 neue Ausbrüche von Afrikanischer Schweinepest (ASP) innerhalb der Schwarzwildpopulation gemeldet. Die meisten ASP-Fälle meldete die Stadt Frankfurt (Oder). Positiv: Aktuell gibt es keine weiteren neuen Nachweise dieser Wildkrankheit im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt wurde das Virus bisher 2.980 Mal in Deutschland nachgewiesen.

Afrikanische Schweinepest in Mecklenburg-Vorpommern

Experten des europäischen Veterinär-Notfallteams (EUVET-Team) haben sich in der vergangene Woche in Deutschland über die Seuchenlage und die Bekämpfungsmaßnahmen informiert. Laut Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) würdigte das EUVET-Team die bisherige konsequente Seuchenbekämpfung in Deutschland. In einer Videokonferenz der betroffenen Bundesländer, unter Leitung der neuen, für die ASP zuständige Staatssekretärin Silvia Bender, nahmen Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus und das EUVET-Team den Bund in die Pflicht für eine bessere Koordination insgesamt und für eine verstärkte Zusammenarbeit mit Polen. Außerdem wurden Gespräche innerhalb des Bundeslandwirtschaftsministeriums zu Zaunbau-Maßnahmen entlang großer Verkehrswege (Land, Wasser, Schiene) vereinbart, um die Ausbreitung der ASP nach Westen zu verhindern.

Afrikanische Schweinepest in Sachsen

In Bautzen sind vier weitere ASP-Fälle bestätigt worden, drei im gefährdeten Gebiet zum Landkreis Görlitz, einer im gefährdeten Gebiet zum Landkreis Meißen. Der Landkreis Bautzen hat bereits damit begonnen, Schutzzäune gegen Wildschweine zu errichten, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest einzudämmen.


10.12.2021

In der vergangenen Woche wurden deutschlandweit 42 weitere Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bestätigt, jeweils 21 in Brandenburg und in Sachsen. Aktuell gibt es insgesamt 2.941 nachgewiesene Fälle mit ASP in der Schwarzwildpopulation.

Afrikanische Schweinepest in Mecklenburg-Vorpommern

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde letzte Woche ein mit ASP infiziertes Wildschwein außerhalb des bis dahin eingerichteten Kerngebietes gefunden, nur 300 Meter von der Grenze zu Brandenburg entfernt. Das Kerngebiet wurde daraufhin wesentlich vergrößert, auf aktuell 10.770 Hektar. Es erstreckt sich jetzt über zwei Landkreise und zwei Bundesländer. Nach dem Fund hat auch der Landkreis Prignitz in Brandenburg ein eigenes Kerngebiet eingerichtet und mit der Suche nach Fallwild begonnen. Eine Übersicht zu den Restriktionszonen in Deutschland finden Sie in der Karte:


20.11.2021

In den vergangenen sieben Tagen gab es gleich zwei schlechte Neuigkeiten zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland: Zum einen gelangte das Virus in einen Hausschweinbestand nahe Güstrow im Landkreis Rostock. Zum anderen gibt es den ersten Fall bei Wildschweinen im sächsischen Landkreis Bautzen. In Sachsen sind nun drei Landkreise nachweislich von der ASP betroffen. Insgesamt gibt es in Deutschland bisher 2.710 amtliche Bestätigungen der ASP in der Wildschweinpopulation.

Afrikanische Schweinepest im Hausschweinbestand

Die Ursache für den ASP-Ausbruch bei Hausschweinen im Landkreis Rostock ist weiterhin unklar. Zusammen mit dem Friedrich-Loeffler-Institut sucht die zuständige Veterinärbehörde nach der Eintragsquelle. Das Virus ist in Mecklenburg-Vorpommern bisher nicht bei Wildschweinen nachgewiesen worden. Zudem handelt es sich bei den Schweinestall um ein geschlossenes Gebäude. Dies lässt vermuten, dass der Mensch Verursacher ist. Wir bitten deshalb alle Jäger und Jägerinnen, insbesondere die schweinehaltenden, beachten Sie folgende Dinge:

  • Penible Einhaltung der Betriebshygiene: landwirtschaftliche Betriebe und Stallungen nicht mit Jagdbekleidung oder -ausrüstung betreten. (Strikte Trennung von Alltags- und Stallkleidung: Schwarz-weiß-Prinzip)
  • Schwarzwild niemals auf dem landwirtschaftlichen Betrieb aufbrechen
  • Vermeiden Sie Jagdreisen in ASP-Risikogebiete
  • Nach Jagden in oder nahe in- und ausländischen ASP-Risikogebieten: Kleidung und Ausrüstung gründlich reinigen und desinfizieren. Auch ohne direkten Kontakt zu Schwarzwild! (auch private PKW)
  • Keine Einfuhr von Teilen und Erzeugnissen von Schwarzwild
  • Machen Sie frühzeitig Gebrauch von der Ausschlussdiagnostik bei fieberhaften Erkrankungen im Bestand

22.10.2021

Das nationale Referenzlabor für die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Deutschland – das Friedrich-Loeffler-Institut – bestätigte bis heute 2.454 ASP-Ausbrüche im Schwarzwildbestand. Seit vergangener Woche kamen 63 Ausbrüche hinzu: 35 in Brandenburg und 28 in Sachsen. Bisher wurden im Oktober 154 ASP-Fälle amtlich bestätigt.

Afrikanische Schweinepest in Sachsen

Nach der amtlichen Bestätigung eines ersten ASP-Falls im sächsischen Landkreis Meißen am 14. Oktober, ist am 19. Oktober ein weiterer Fall amtlich bestätigt worden. Beide Fälle liegen nördlich des Radeburger Stausees. Die Sperrzone I (Pufferzone) reicht nun von der polnischen Grenze im Landkreis Bautzen bis einschließlich Dresden und umfasst mit den beiden gefährdeten Gebieten eine Größe von 5.574 Quadratkilometern. Eine Übersicht über die Ausdehnung der Restriktionszonen erhalten Sie hier. Wie die ASP in den Landkreis Meißen kam, ist bisher noch nicht bekannt. Die epidemiologischen Ermittlungen hierzu laufen noch. Derzeit geht das sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht davon aus, dass es durch einwechselnde Wildschweine aus dem gefährdeten Gebiet im Landkreis Görlitz eingeschleppt wurde. Eine Einschleppung durch den Menschen sei zum derzeitigen Zeitpunkt wahrscheinlicher.


30.09.2021

Das nationale Referenzlabor für die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Deutschland – das Friedrich-Loeffler-Institut – bestätigte bis heute 2.300 Ausbrüche im Schwarzwildbestand. Brandenburg meldete 58 und Sachsen 31 weitere ASP-Fälle in der vergangenen Woche. Im September wurde die ASP bisher 259 Mal an Wildschweinen nachgewiesen.

Afrikanische Schweinepest in Brandenburg

In Brandenburg sind weiterhin besonders die Landkreise Oder-Spree, Spree-Neiße und die Stadt Frankfurt (Oder) stark betroffen. Seit dem ersten Nachweis in Frankfurt (Oder) am 4. März 2021 wurden 272 Fälle bestätigt – ebenso viele im Landkreis Spree-Neiße, dort trat die ASP aber schon sechs Monate zuvor auf. Ab heute zahlt das Land Brandenburg für jedes erlegte Wildschwein innerhalb der Kerngebiete, Weißen Zonen und dem ASP-Schutzkorridor eine Aufwandsentschädigung von 150 Euro (bisher 100 Euro). Dies sei laut Verbraucherschutzministerin Nonnemacher eine Würdigung für das Engagement der Jägerschaft im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung der ASP. Weiter sagt Sie: „Wir sehen, dass die Bekämpfungsmaßnahmen in den zuerst gebildeten Kerngebieten wirken. Innerhalb der doppelt umzäunten Kerngebiete gehen die Fallzahlen deutlich zurück.“

Afrikanische Schweinepest in Polen

Die ASP in Polen breitet sich weiter fast ungebremst aus. Das polnische Veterinäramt meldete bis zum 21. September 3.420 ASP-Fälle im Schwarzwildbestand. 2.352 davon entfallen auf die grenznahen Verwaltungsbezirke Lebus, Großpolen, Niederschlesien und Westpommern. Auch im Hausschweinebestand breitet sich die ASP weiter aus: 107 Hausschweinebestände mit knapp 36.900 Hausschweinen wurden bereits gekeult.


05.08.2021

In den von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffenen Bundesländern Brandenburg und Sachsen sind in den vergangenen sechs Tagen 59 Ausbrüche der ASP amtlich bestätigt worden. Deutschlandweit sind es bereits insgesamt 1.793 Nachweise in der Schwarzwildpopulation. Im Juli wurde die ASP 328 Mal nachgewiesen: 88 Mal in Sachsen und 240 Mal in Brandenburg.

Afrikanische Schweinepest in Brandenburg

Die Afrikanische Schweinepest im Landkreis Märkisch-Oderland ist weiter Richtung Norden vorgerückt. Bei Hohensaaten, unmittelbar an der Kreisgrenze zu Barnim wurde ein infiziertes Wildschwein erlegt. Im Landkreis Barnim wurde am 28. Juli erstmalig die ASP im Schwarzwildbestand bestätigt. Dort ist am 2. August ein weiterer Fall bestätigt worden. Mehr Fälle sind durch bereits angelaufene Kadaversuchen nicht bekannt geworden.

Afrikanische Schweinepest in Polen

In Polen gibt es bisher 3.161 amtlich bestätigte Fälle der Afrikanischen Schweinepest im Schwarzwildbestand. 2.206 ASP-Fälle wurden allein in den vier Grenznahen Verwaltungsbezirken Lebus, Großpolen, Niederschlesien und Westpommern nachgewiesen. Auch im polnischen Hausschweinebestand ist die ASP präsent: Bereits 40 Mal waren in Polen Hausschweinebestände betroffen. Insgesamt 28.192 Hausschweine mussten gekeult werden.


11.06.2021

Ende Mai gefundene Wildschweine im Landkreis Oder-Spree, südlich von Frankfurt/ Oder wurden positiv auf das ASP-Virus getestet. Zur Zeit wird davon ausgegangen, dass die Wildschweine der Populationen aus dem südlichen Frankfurter Stadtgebiet entstammen und eingewechselt seien. In dem Bereich findet nun eine intensive Fallwildsuche statt. Wird weiteres Fallwild gefunden, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein drittes Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree eingerichtet.


07.06.2021

In den vergangenen sieben Tagen wurden in Deutschland 23 weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gemeldet. Insgesamt sind damit bis heute 1.234 Fälle amtlich bestätigt. Im Mai wurden 127 Wildschweine positiv beprobt: 80 in Brandenburg und 47 in Sachsen.


28.05.2021

Das Nationale Referenzlabor für die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Deutschland – das Friedrich-Loeffler-Institut – bestätigte diese Woche den tausendsten ASP-Fall in Brandenburg. Bis heute wurde die ASP insgesamt 1.211 Mal in der Schwarzwildpopulation in Deutschland nachgewiesen. Die Kernzonen in den den fünf betroffenen brandenburgischen Landkreisen erstrecken sich insgesamt auf einer Fläche von über 560 Quadratkilometern.


15.05.2021

Seit Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland sind mittlerweile knapp acht Monate vergangen. Seit vergangenem Freitag wurden aus den Restriktionsgebieten in Brandenburg und Sachsen 29 weitere positive Fälle der ASP im Schwarzwildbestand gemeldet. Alle 43 Funde im Mai befanden sich in den bisher ausgewiesenen Kerngebieten, sodass eine Anpassung der Restriktionszonen nicht notwendig ist.


12.04.2021

DJV: Bereits sieben Monaten sind seit dem ersten Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland am 10. September 2020 vergangen. Bis heute wurde die ASP insgesamt 959 Mal in der Schwarzwildpopulation nachgewiesen.

Afrikanische Schweinepest in Brandenburg

In Brandenburg wird aktuell über die Einrichtung einer Sicherheitszone an der deutsch-polnischen Grenze diskutiert. Laut Leiterin des Krisenstabs zur Bekämpfung der ASP, Verbraucherschutzstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer soll diese auf deutschem Boden erreichtet werden und damit eine Alternative zu einer gemeinsamen Weißen Zone mit Polen bilden.

Afrikanische Schweinepest in Polen

Angaben der polnischen Veterinärbehörde zu Folge wurden dieses Jahr bereits 1.686 Wildschweine in Polen positiv auf die Afrikanische Schweinepest getestet. 1.175 Fälle entfallen dabei auf drei grenznahe Verwaltungsbezirke in Westpolen (Lebus: 1.067 Fälle, Niederschlesien: 53 Fälle, Westpommern: 55 Fälle). Das gefährliche Virus verbreitet sich unvermindert stark in Polen.

Quelle DJV